Foto vom Flyer zu OUT LOUD

OUT LOUD

OUT LOUD ist die Bremer Lesebühne für Autorinnen mit besonderen, mutigen und bewegenden Themen. Seit August 2019 steht jeden Monat ein neues Thema und eine neue Autorin im Mittelpunkt auf der Bühne im Kulturzentrum Lagerhaus. Bei  OUT LOUD werden Autorinnen laut, die mit ihren Büchern Tabus aufbrechen, Debatten anstoßen und zum Nachdenken anregen.
Weitere Infos gibt es auch hier
Einige OUT LOUD-Lesungen sind auch als Audiomitschnitt zu hören, und zwar hier


OUT LOUD 2021

In der zweiten Runde 2021 sind zu Gast: Nora Hespers (›Mein Opa, sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus und ich‹), Hengameh Yaghoobifarah (›Ministerium der Träume‹), Emilia Roig (›Why We Matter‹) und Ciani-Sophia Hoeder (›Wut und Böse‹).

Bei OUT LOUD ist das Publikum Teil der Veranstaltung und kann live — über digitale Beteiligungstools — an der Diskussion teilhaben, Fragen einbringen und Feedback geben. Das heißt, dass alle Gäste nicht nur zuhören, sondern auch mitreden können. Alles, was man dafür braucht, ist ein Ticket für die jeweilige Veranstaltung und ein internetfähiges Smartphone. Wer kein eigenes Smartphone besitzt, kann sich auch über das Smartphone seiner Sitznachbar*innen oder ein Leih-Smartphone in die Veranstaltung einbringen!

OUT LOUD ist eine Veranstaltungsreihe des Bremer Literaturkontors und wird gefördert durch den Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen, die VGH-Stiftung, die Waldemar-Koch-Stiftung, die Karin und Uwe Hollweg Stiftung, unterstützt vom Literaturhaus Bremen und präsentiert von Bremen Zwei.

Veranstaltungsort
Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstr. 12–19, 28203 Bremen

Tickets
Tickets nur im Vorverkauf für 10 Euro zzgl. VVK-Gebühr bei TixforGigs und unter www.outloud-bremen.de // keine Abendkasse!!!

Bitte Mundnasenschutz mitbringen!

Gebärdensprachdolmetscherinnen
Bei Bedarf und nach vorheriger Anmeldung bei kontakt@outloud-bremen.de werden die Veranstaltungen simultan in Gebärdensprache übersetzt.

KONTAKT
Katharina Mild
Telefon: 0421 / 16108151
Mobil: 0176 / 61158046
E‑Mail: kontakt@outloud-bremen.de

Weitere Informationen unter: www.outloud-bremen.de

Foto vom OUT LOUD-Flyer
© Rike Oehlerking
Logos der Sponsoren der OUT LOUD-Reihe

Porträt von Nora Hespers
© Suhrkamp / Annette Etges

NORA HESPERS – MEIN OPA, SEIN WIDERSTAND GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS UND ICH

Nora Hespers wächst mit vielen Geschichten über ihren Opa auf: den Widerstandskämpfer Theo Hespers, der von den Nazis gejagt und hingerichtet wurde. Ihr Vater erzählt sie bei jeder Gelegenheit. Immer und immer wieder. So oft, dass die jugendliche Nora irgendwann auf Durchzug stellt. In ›Mein Opa, sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus und ich‹ (Suhrkamp Nova, 2021) geht Nora Hespers auf Spurensuche. Und schafft ein flammendes Plädoyer für unsere demokratischen Freiheitsrechte.

Bei OUT LOUD liest Nora Hespers aus ihrem Buch und spricht mit uns über den langen Atem der Geschichte und was wir noch heute aus ihr lernen können.

Donnerstag, 2. September 2021 | 20.00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstraße 12-19 | 28203 Bremen

Diese Veranstaltung wird simultan in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.


Porträt von Hengameh Yaghoobifarah
© Tarek Mohamed Mawad

HENGAMEH YAGHOOBIFARAH – MINISTERIUM DER TRÄUME

Als die Polizei vor ihrer Tür steht, bricht für Nas eine Welt zusammen: ihre Schwester Nushin ist tot. Autounfall, sagen die Beamten. Suizid, ist Nas überzeugt. Gemeinsam haben sie alles überstanden: die Migration nach Deutschland, den Verlust ihres Vaters, die emotionale Abwesenheit ihrer Mutter, Nushins ungeplante Mutterschaft. Obwohl ein Kind nicht in ihr Leben passt, nimmt Nas ihre Nichte auf. Nas gibt alles dafür, die Geschichte ihrer Schwester zu rekonstruieren – und erkennt, dass Nushin sie niemals im Stich gelassen hätte.

»Ministerium der Träume« (Blumenbar, 2021) ist ein Roman über Wahl- und Zwangsfamilie, ein Debüt über den bedingungslosen Zusammenhalt unter Geschwistern, das auch in die dunklen Ecken deutscher Gegenwart vordringt.

Samstag, 11. September 2021 | 20.00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstraße 12-19 | 28203 Bremen


Porträt von Mona Ameziane
© Annika Fußwinkel

MONA AMEZIANE – AUF BASIDIS DACH

Zuhause ist für Mona Ameziane der Norden des Ruhrgebiets, aber auch der Norden Marokkos. In ihrem ersten Buch erzählt die Autorin vom Aufwachsen zwischen zwei Kulturen, die mehr zu trennen scheint als drei Stunden Flugzeit, von abenteuerlichen Taxifahrten durchs Atlasgebirge und von einer leeren Dachterrasse voller Erinnerungen. Und sie nimmt uns mit auf eine Reise in das Land, das für sie schon immer mehr war als Urlaubsziel oder »Herkunftsland« in der Zeitung nach einem Terroranschlag – mehr als oberflächliche Orientromantik und rassistische Stereotypen.

Bei OUT LOUD liest Mona Ameziane aus ›Auf Basidis Dach‹ (Kiwi, 2021) und spricht mit uns über Marokko, Herkunft und Stereotypien.

Mittwoch, 13. Oktober 2021 | 20.00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstraße 12-19 | 28203 Bremen


Porträt von Ciani-Sophia Hoeder
© Arne Hube / hanserblau

CIANI-SOPHIA HOEDER – WUT UND BÖSE

Zicken, Diven, Hysterikerinnen, Schreckschrauben: Frauen, die ihrer Wut freien Lauf lassen, haben schnell ihren Ruf weg. Mädchen werden zu stiller Eleganz erzogen, nicht zu Durchsetzungsfähigkeit. Doch weibliche Wut ist ein Geschenk, und wir müssen lernen, sie als solches wahrzunehmen. Das Frauenwahlrecht, #Aufschrei und der Women’s March: Richtig eingesetzt, kann Wut zu einer mächtigen Waffe gegen persönliche und politische Unterdrückung werden und uns helfen, die Welt zu verändern. In » Wut und Böse« (hanserblau, 2021) zeigt die Journalistin Ciani-Sophia Hoeder, wie aus Wut Mut zur Veränderung wird.

Bei OUT LOUD liest Ciani-Sophia Hoeder aus ihrem Buch und spricht mit uns über Feminismus, Veränderung und warum Wut guttut.

Mittwoch, 3. November 2021 | 20.00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstraße 12-19 | 28203 Bremen


Porträt von Emilia Roig
© Mohamed Badarne

EMILIA ROIG – WHY WE MATTER

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? In ihrem Buch „Why We Matter“ (Aufbau, 2021) zeigt die Aktivistin und Politologin Emilia Roig, wie sich Rassismus im Alltag mit anderen Arten der Diskriminierung überschneidet. Ob auf der Straße, an der Uni oder im Gerichtssaal: Roig schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie Zustände, die wir für „normal“ halten – die Bevorzugung der Ehe, des männlichen Körpers in der Medizin oder den Kanon klassischer Kultur – historisch gewachsen sind. Und dass unsere Welt eine ganz andere sein könnte.

Bei OUT LOUD liest Emilia Roig aus ihrem Buch und spricht mit uns über Unterdrückungsmuster, Privilegien und Solidarität.

Montag, 07. Februar 2022 | 20.00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstraße 12-19 | 28203 Bremen


Bisherige Lesungen in der Reihe OUT LOUD

ANNA MAYR – DIE ELENDEN

Faul. Ungebildet. Selber schuld. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen weiß Anna Mayr, wie falsch solche Vorurteile sind. Früher schämte sie sich, dass ihre Eltern keine Jobs haben. Heute weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun. In „Die Elenden“ (Hanser Berlin, 2020) schreibt die junge Autorin von einem Aufwachsen mit Geldsorgen und dem ständigen Gefühl, nicht dazuzugehören. Sie zeigt, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen: als Geschichte der Arbeitslosigkeit. Und wie eine Welt aussehen könnte, in der wir die Elenden nicht mehr brauchen, um unseren Leben Sinn zu geben.

Bei OUT LOUD liest Anna Mayr aus ihrem Debut und spricht mit uns über Armut, Arbeitslosigkeit und Lebenssinn.

Freitag, 6. August 2021 | 20.00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstr. 12-19 | 28203 Bremen

REBEKKA ENDLER – DAS PATRIARCHAT DER DINGE

Was haben Fußballschuhe, Bohrmaschinen und Medikamente mit dem Patriarchat zu tun? Nichts, könnte man glauben. Doch das ist ein gewaltiger Irrtum. In ihrem Buch »Das Patriarchat der Dinge« (Dumont, 2021) zeigt Rebekka Endler, wie das Patriarchat unsere Umwelt bestimmt und wie patriarchales Design Frauen daran hindert, ihr Potenzial auszuschöpfen, Leistung zu erbringen, es bequem zu haben oder schlicht zu überleben.

Bei OUT LOUD liest Rebekka Endler aus ihrem Buch und spricht mit uns unter anderem über das Patriarchat, Pornos und Pipimachen.

Sonntag, 11. Juli 2021 | 20:00 Uhr
Kulturzentrum Lagerhaus | Schildstr. 12-19 | 28203 Bremen

Diese Veranstaltung wird simultan in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

CAROLIN EMCKE – JOURNAL

Am 22. März 2020 beschließen Bund und Länder »Kontaktbeschränkungen« – die neue Wirklichkeit der Pandemie greift ein in unsere psychische, soziale, politische Verfassung. Am Tag darauf beginnt Carolin Emcke mit ihrem »Journal«. Sie notiert nächtliche Albträume oder die unmöglichen Abschiede von geliebten Menschen so wie sie die nationalistischen Reflexe Europas und die autoritäre Verführung des Virus analysiert. Es sind subjektive, philosophische Notizen, die dieser historischen Zäsur nachspüren.

Bei OUT LOUD liest Carolin Emcke aus ihrem Buch und spricht mit uns darüber, wie die Pandemie unsere Gesellschaft verändert, über Hass und Solidarität.

Montag, 21. Juni 2021 | 20:00 Uhr
Pusdorf Studios | Ladestr. 12-14 | 28197 Bremen

Diese Veranstaltung wird simultan in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

MAREICE KAISER – DAS UNWOHLSEIN DER MODERNEN MUTTER

Mütter sollen heute alles sein: Versorgerin, Businesswoman, Mom I’d like to fuck. Dass darunter ihr Wohlbefinden leidet, ist kein Wunder. Mareice Kaiser, Journalistin und selbst Mutter, stellt dabei immer wieder fest: Das Mutterideal ist unerreichbar und voller Widersprüche. Nichts kann man richtig machen und niemandem etwas recht. Mutterschaft berührt dabei, natürlich, jeden Lebensbereich: Denn egal, ob es um Arbeit, Geld, Sex, Körper, Psyche oder Liebe geht – Stereotype, Klischees und gesellschaftlichen Druck gibt es überall, auf Instagram, im Bett und im Büro. In ihrem Buch „Das Unwohlsein der modernen Mutter“ (Rowohlt, 2021) zeigt die Autorin, wo Mütter heute stehen: noch immer öfter am Herd als in den Chefetagen. Und, wo sie stehen sollten: Dort, wo sie selbst sich sehen – frei und selbstbestimmt.

Bei OUT LOUD liest Mareice Kaiser aus ihrem Buch und spricht mit uns über Frausein, Mutterschaft und Selbstbestimmung.

Mittwoch, 5. Mai 2021 | 19.30 Uhr
Live-Stream aus dem Kulturzentrum Kukoon
 

JASMIN SCHREIBER – MARIANENGRABEN

Der Tod hat es Jasmin Schreiber angetan. Seit Jahren bloggt die Autorin über das Sterben (»Sterben üben«), ehrenamtlich begleitet sie todkranke Menschen und fotografiert Sternenkinder. Jetzt hat sie ihren ersten Roman geschrieben. Und auch in »Marianengraben« (Eichborn, 2020) geht es um den Umgang mit dem Tod. Aber noch viel mehr ums Leben. Eine berührende Geschichte, Dialoge voll schrägem Humor und eine Reise zweier grundverschiedener Menschen, die uns vom tiefsten Grund des seelischen Meeres an die Oberfläche, ans Licht führt.

Bei OUT LOUD liest Jasmin Schreiber aus ihrem Debütroman und spricht mit uns über den Tod, das Sterben und das Leben.

Mittwoch, 9. Dezember 2020 | 19.30 Uhr | Kulturzentrum Lagerhaus

Tickets: 10 Euro / 8 Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

CHRISTINA CLEMM – AKTENEINSICHT

Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. Nach den neuesten Zahlen des BKA ist jede dritte Frau in Deutschland von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. In »AktenEinsicht« (Antje Kunstmann, 2020) erzählt die Strafrechtsanwälting Christina Clemm empathisch und unpathetisch, welche Lebensgeschichten sich hinter dieser erschreckenden Zahl verbergen und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei.

Bei OUT LOUD liest Christina Clemm aus ihrem Buch und spricht mit uns über Gewalt in unserer Gesellschaft und ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Betroffenen, der Polizei und vor Gericht.

Donnerstag, 26. November 2020 | 19.30 Uhr | Kulturzentrum Lagerhaus

Tickets: 10 Euro / 8 Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

KÜBRA GÜMÜŞAY – SPRACHE UND SEIN

Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?

Bei OUT LOUD liest Kübra Gümüşay aus ihrem Buch und spricht mit uns über Sprache, ihre Macht und Gleichberechtigung.

Donnerstag, 29. Oktober 2020 | 20 Uhr | Capitol der Arbeitnehmerkammer Bremerhaven

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der globale° in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer Bremerhaven statt und wird simultan in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

ALICE HASTERS – WAS WEISSE MENSCHEN NICHT ÜBER RASSISMUS HÖREN WOLLEN (ABER WISSEN SOLLTEN)

»Aber wo kommst du wirklich her?«, »Darf ich deine Haare anfassen?« und »Schokobabys sind so niedlich« – Rassismus ist tief in unseren Köpfen verankert. Alice Hasters beschreibt in ihrem Buch »Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen« (hanserblau, 2019), was es bedeutet, heute als Schwarze Frau in Deutschland zu leben, warum nicht nur Skinheads mit Springerstiefeln Rassisten sein können, was man gegen eigene blinde Flecken tut und wie ein offener Umgang miteinander aussieht.

Bei OUT LOUD liest Alice Hasters aus ihrem Buch und spricht mit uns über Rassismus, seine Erscheinungsformen und Wege, ihn zu überwinden.

Freitag, 23. Oktober 2020 | 19.30 Uhr | Kulturzentrum Lagerhaus

Tickets: 10 Euro / 8 Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

PAULA IRMSCHLER – SUPERBUSEN

Gisela zieht nach Chemnitz, um neu anzufangen. Endlich studieren, sich finden, weg von der Familie und all den anderen Menschen, die sie nicht versteht und die sie nicht verstehen. Doch in Chemnitz gibt es die Freundinnen, die die Welt nicht so akzeptieren wollen wie sie ist. Zusammen gehen sie auf Demonstrationen, betrinken sich, versuchen, über die Runden zu kommen und gründen eine Band: Superbusen. Bei ihren Konzerten entdecken sie das erste Mal das Konstrukt Ost und West, was sie als Frauen zusammenhält und trennt und die Macht der Musik.

Bei OUT LOUD liest Paula Irmschler aus ihrem Roman »Superbusen« (Claassen, 2020) und spricht mit uns über Chemnitz, Musik und Anderssein.

Donnerstag, 18. September 2020 | 19.30 Uhr | Kulturzentrum Lagerhaus

Tickets: 10 Euro / 8 Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

JULIA KORBIK – STAND UP. FEMINISMUS FÜR ALLE

Brauchen wir heute überhaupt noch Feminismus? In »Stand up. Feminismus für alle« (Kein & Aber, 2019) gibt Julia Korbik die Antwort: Solange Heidi Klum im Fernsehen ihre dressierten Mädchen vorführt, solange die sozialen Medien alte Rollenbilder wieder neu beleben und Mädchen denken, es sei wichtiger, hübsch als klug zu sein, solange die Zahl der Schönheitsoperationen weiter wächst, solange Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen als Männer – so lange ist nicht alles gut.

Bei OUT LOUD liest Julia Korbik aus ihrem Buch und spricht mit uns über Gleichberechtigung, Solidarität und „Feminismus für alle“.

Donnerstag, 27. August 2020 | 19.30 Uhr | Kulturzentrum Lagerhaus

Tickets: 10 Euro / 8 Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

Jana Hensel – Wie alles anders bleibt

Freitag, 28.02.2020, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstr. 12–19

Wo stehen wir 30 Jahre nach dem Fall der Mauer? Wie wurden die Ostdeutschen zu denen, die sie heute sind? In ›Wie alles anders bleibt. Geschichten aus Ostdeutschland‹ (Aufbau, 2019) schreibt Jana Hensel über Politik und Liebe, über Angela Merkel, Robert Enke und Sigmund Jähn, über eigene Erfahrungen und fremde Blicke, über zentrale Fragen der ostdeutschen Gesellschaft. Dabei gelingt ihr ein Psychogramm einer Gesellschaft, deren einzige Konstante der Wandel ist und für die der Bruch zu einer grundlegenden Erfahrung wurde.

Bei OUT LOUD liest die Autorin aus ihrem Buch und spricht mit uns über die Besonderheiten des Ostens und das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland.

Stefanie de Velasco – Kein Teil der Welt

Freitag, 31.01.2020, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstr. 12–19

Stefanie de Velascos Roman ›Kein Teil der Welt‹ (Kiepenheuer & Witsch, 2019) erzählt die Geschichte der 16-jährigen Esther, die in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas aufwächst. Poetisch, wortgewandt und mit unwiderstehlicher Kraft führt uns dieser Roman in eine fremde Welt und stellt eine beeindruckende junge Frau ins Zentrum, die alles daran setzt, selbst darüber zu bestimmen, welche Erzählungen ihr Halt geben.

Über das Großwerden bei den Zeugen Jehovas zu schreiben – das war schon lange der Plan von Stefanie de Velasco, die selbst in dieser Gemeinschaft großgeworden und sie im Alter von 15 Jahren verlassen hat. »Das war eine so, so, so prägende Erfahrung und der Wunsch, zu schreiben, ist ganz, ganz eng an die Idee für diesen Roman gebunden.«

Bei OUT LOUD liest Stefanie de Velasco aus ihrem Buch und spricht mit uns über die Welt, die mitten in unserer existiert und dennoch kein Teil von ihr ist.

Juna Grossmann – Schonzeit vorbei

Donnerstag, 28. November 2019, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus

Juna Grossmann arbeitet in einer Berliner NS-Gedenkstätte und beobachtet dort seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter und bedrohlicher werden. In ›Schonzeit vorbei‹ (Droemer Knaur, 2018) schildert die jüdische Deutsche das Leben unter einem permanenten antisemitischen Beschuss und berichtet vom Wachsen einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte.

Bei OUT LOUD liest sie aus ihrem Debüt, das 2019 von der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem der fünf wichtigsten politischen Sachbücher gekürt wurde.

Franziska Seyboldt – Rattatatam, mein Herz

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus

Franziska Seyboldt ist Redakteurin, Werbetexterin und Autorin. In ihrem jüngsten Buch ›Rattatatam, mein Herz‹ (Kiwi, 2018) schreibt sie von den Anfängen ihrer Angststörung und wie sie einen Weg gefunden hat, mit ihr zu leben.

Bei OUT LOUD liest sie aus ›Rattatatam, mein Herz‹ und spricht mit uns über den Druck, immer funktionieren zu müssen, ihr Outing und den Umgang mit der Angst.

Mareice Kaiser – Alles inklusive

Donnerstag, 19. September 2019, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus

Mareice Kaiser ist Journalistin, Podcasterin und Bloggerin – ihre Themen sind Inklusion, Gleichberechtigung, Bildung und Digitalisierung. Über das Leben mit ihrer behinderten Tochter hat die Autorin das Buch ›Alles inklusive‹ (S. Fischer, 2016) veröffentlicht.

Bei OUT LOUD liest die Autorin aus ihren Texten und spricht mit uns über Inklusion, Vereinbarkeit von Familie & Beruf und Pränataldiagnostik.

Emilia Smechowski – Wir Strebermigranten

Freitag, 23. August 2019, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus

In ihrem Debüt ›Wir Strebermigranten‹ (Hanser Berlin, 2017) erzählt Emilia Smechowski von der Flucht ihrer Familie aus Polen nach Deutschland. Ergreifend erzählt die Autorin die persönliche Geschichte einer kollektiven Erfahrung: eine Geschichte von Scham und verbissenem Aufstiegswillen, von Befreiung und Selbstbehauptung.

Bei OUT LOUD liest Emilia Smechowski aus ihrem Buch und spricht mit uns über Migration, Assimilation und Identität.


Weitere Reihen