SoSe 2025 – „Stadt im Schreibfluss“ – mit Betty Kolodzy
Im Seminar “Stadt im Schreibfluss” ließen sich die Teilnehmer*innen von Kattenturm, Vegesack, der Innenstadt samt Musikhochschule, der Bremer Seemannsmission und einem Ausflug zum Molenturm inspirieren. Angeleitet wurden die Studierenden von Betty Kolodzy.
Bremen, die Wasserstadt
Pompöse Klänge dringen durch das Gebäude der Musikhochschule, während draußen der anschwellende Regen meinen Körper immer mehr zu Boden drückt. Ich genieße die plötzliche Wärme des Gebäudes, die mir entgegenströmt als ich zur Tür hereinkomme. Jetzt sitze ich im Flur und beobachte den Regen wieder von drinnen.
Mit dem Zipfel meines Pullovers wische ich mir die restlichen Regentropfen von meiner Brille. Mein Blick wird klarer. Ich beobachte, wie große Tropfen die Fenster im Flur des zweiten Stocks herunterrinnen. Der Blick durch diese Gläser auf die anderen Gebäude der Bremer Innenstadt bleibt verschwommen und unscharf. Ich kann sie nicht trocknen. Ich streiche mir durch die feuchten Haare und beginne wieder langsamer zu atmen. Zuletzt bin ich wirklich her gehetzt. Nur in einem Moment, als ich fast auf glitschigen Steinen ausgerutscht und nach hinten gefallen wäre, hatte ich kurz mein eigenes Chaos verflucht. Aber dann besänftigte ich mich wieder. Vielleicht ist mein Leben manchmal wild und chaotisch und ich mache zu viele Dinge, aber dafür wird es nie langweilig. Aber ich muss mir schon eingestehen, dass es nicht nur die von außen mir aufgedrückten Umstände, der von außen auf mich einprasselnde Regen ist, der mir manchmal den Boden unter den Füßen wegzieht. Ich bin es auch selbst. Es sind auch äußere Umstände, die ich bewusst oder unbewusst durch mein Wirken in der Welt für mich selber kreiere. Aber dass ich deswegen niemals Boden hatte, niemals mit zwei Beinen geerdet im Leben gestanden hätte, stimmt gar nicht. Ich versuche mir schon lange mein eigenes Fundament aufzubauen, auch wenn es zwischendurch wieder wegrutscht. Wie ein kleiner Erdrutsch. Aber trotzdem ziehen sich durch mein ganzes Leben eindeutige Linien, auch wenn sehr viel Chaos darum herumschwimmt.
Nur manchmal bin ich ein bisschen ertrunken. Und Salzwasser hatte in solchen Zeiten meine Nase gefüllt. Salz, das versuchte mich innerlich zu stechen und zu betäuben. Ich tauchte unter in die salzigen Wogen. Dann streckte ich mich gegen den Strom meiner eigenen Destruktion wieder hin zur Wasseroberfläche. Ich griff und griff in die Kälte der leeren Luft, die man einfach nicht zu fassen bekam.
Ebenso löst sich die nasse Leere des Wassers wieder in meinen Händen auf, wenn ich danach greife und mich doch nicht halten kann. Vielleicht kann ich mich am Ende nur an mir selber festhalten. Ich greife nach meinem Arm, aber ziehe mich damit nur wieder selber in die Tiefe. Ohne etwas außerhalb der Wellen, an das ich mich klammern kann, scheine ich verloren. Es zieht mich nur weiter runter in eine vom Wasser überflutete Bremer Innenstadt, in der ich zu ertrinken scheine. Ich kann mich nicht gegen die dunkle, nasse Weite der Meere und Flüsse wehren, die unsere Stadt mit sich ziehen.
Das war ein Bild, das sich plötzlich in meinen Kopf schlich, als ich die Straßen dem peitschenden Wind und Regen entgegenfuhr. Ein Bild, in dem die Stadt den Fluten von Regen, heftigen Wetterumschwüngen und dem immer weiter ansteigenden Wasserspiegel der Weser nicht mehr standhalten konnte. Und ich schwamm wirklich. Nicht nur innerlich. Das Wasser überall verwandelte die Stadt zu dem Chaos, das mein Kopf schon längst war. Wir müssen unsere Vergangenheit vergessen, wenn wir Teil einer untergehenden Stadt sind. Wer wir mal waren, all unsere Fehler zählen nicht mehr, sondern nur das Jetzt. Das Überleben im Hier und Jetzt.
Und ich sehe es wieder, sehe, was ich deutlich sah, als ich auf dem Fahrrad saß und meine Fantasie mit mir durchbrannte: Eine Stadt, die sich gegen eine nahende Flut aufbäumt und verliert. Die blauen Fenster der Liebfrauenkirche, die dem nahenden Druck der Umweltkatastrophen nicht standhalten können und zersplittern.
Das dunkle, schlammige Wasser der Weser wird verziert von zersprungenem, blauem Glas. Als sich kurz die Sonne am Himmel zeigt, glitzern die Splitter und lassen von einer schöneren Welt träumen.
Auf dem Fahrrad, verloren in Albträumen, blinzelte ich die Vorstellungen schließlich weg. Das Fahrrad quietschte, als ich vor der Musikhochschule hielt. Tropfnass schlich ich durch die Flure. Hörte Gesang und Instrumente durch die Gänge hallen. Natürlich war ich zu spät zum Seminar. Ein pitschnasser Pudel, der seine Haare vor den anderen Studierenden auswringen muss. Doch ich entschied mich dagegen, ins Seminar zu gehen.
Jetzt sitze ich hier allein im Flur, warte bis das nächste Seminar anfängt. Eine Dreiviertelstunde wäre ich zu spät gekommen. Das wäre mir auf einmal zu viel gewesen. Ich hätte es gerade einfach nicht geschafft diesen peinlichen Auftritt auszuhalten. Und die ganzen Blicke. Eigentlich wäre es nicht so schlimm gewesen, eigentlich ja, aber seine eigene Scham kann man auch nicht immer steuern. Ich schaue raus und bemerke, dass der Regen aufgehört hat. Er hat sich langsam davongeschlichen und die grauen Wolken und triste Stimmung der Stadt mit sich genommen. Die Sonne scheint wieder und bahnt sich ihren Weg durch die Fensterscheiben, so dass die weißen Wände strahlen und nicht nur matt und farblos wirken. Ich bin in der Realität gelandet. Noch ist Bremen keine untergehende Stadt, noch existieren die ganzen alten Bauten in der Innenstadt rund um die Musikhochschule. Noch ist Bremen nicht Atlantis. Noch haben wir nicht die vollen Ausmaße des Klimawandels erfahren. Noch nicht.
Der Sturm ist vorbei, Sonnenstrahlen erhellen die alten Flure des Gebäudes mit ihrem warmen, beruhigenden Licht. Ich lebe nicht in einer Unterwasserstadt, wo ich kaum Luft bekomme. Ich muss nicht überleben, ich lebe.
Noch einmal atme ich tief ein und aus. Dann mache ich mich auf den Weg zum Seminarraum, um das Leben, das gelebt werden möchte, nicht noch mehr aufzuschieben und nicht immer mehr wieder im eigenen inszenierten Chaos zu versinken.
Geister der Vergangenheit
Ein leises Rauschen der Bäume über mir. Ich spüre den Wind, der das Wasser in kleinen Wellen bewegt. Kleine Schaumtropfen krönen die sprudelnde Wasseroberfläche. Der Wind in meinen Haaren ist verspielt und umarmend. Ein leichter Windhauch streift meine Nase, während die Sonne meine Beine wärmt. Und ich denke an eine Person, an die ich lange nicht gedacht habe. Plötzlich ist sie wieder da und die Erinnerung an unser Leben, das wir jahrelang zusammen geteilt hatten. Anfang 20, als ich soviel Sehnsucht hatte, die Welt außerhalb meines Elternhauses zu erfahren. Ein Traum, mit seiner besten Freundin zusammenzuziehen, hatte ich gedacht. Wir fanden so schnell etwas. Eine schöne Wohnung zwischen Eisdiele und Supermärkten, mit dem Bürgerpark ganz in der Nähe. Bei leuchtend grünen, geraden Parkanlagen muss ich manchmal an sie denken. Es ist, als würde ich wieder mit ihr und einer anderen Freundin in der Nähe des Parkhotels auf Bänken zusammensitzen. Alles ist gerade, aber die Natur um uns herum kann man doch nicht ganz zähmen. Jetzt sitze ich in einer anderen friedlichen Parkanlage in Vegesack und schaue auf die Weser.
Diese eine Erinnerung kommt mir in den Sinn: Wir auf einer Parkbank, Wein in wiederverwerteten Marmeladengläsern, die wir zu Trinkgläsern umfunktioniert haben. Und ich merke, wie sie weint, ohne dass sie Tränen zeigt. „Es ist doch so schön mit dir“, sagt sie und weiß, dass sie bald gehen wird. An diesem Abend sagt sie es mir aber noch nicht. Wir lachen und haben eine gute Zeit, wie immer. Ich habe mich noch nie so gut mit jemandem verstanden. Es ist lustig, immer so lustig als würden wir uns blind verstehen. Schon wieder ein vergangener Geist, der in meinen Gedanken auftaucht. Warum denn eigentlich heute? Warum hier?
Ein paar Monate bevor sie gegangen ist, hatte sie mich zu einem Familientreffen im Bremer Umland mitgenommen. Wir sind mit dem Regionalzug gefahren. Wie heute. Seitdem war ich nicht mehr im Bremer Umland. Bis heute.
Ein paar Schiffe rauschen an mir vorbei. Das Wasser schäumt und bäumt sich kurz auf. Windräder drehen sich in der Ferne. Vögel flattern durch die Luft.
Ich kann meine Gedanken nicht wegdrehen, noch weniger meine Gefühle. Auf einmal ist die Erinnerung an unsere Zeit überall in mir. Mein Körper kann sich nicht wehren, mein Herz wird schwer und es tut weh, wenn ich daran denke. Weil es schön war. Weil die Zeit nie wieder kommen wird. Irgendwie verkleben mich diese Erinnerungen, sie haften mit einem Mal alle an mir.
Manchmal habe ich ihr den Vorwurf gemacht, dass sie meine Jugend gestohlen hat.
Aber vielleicht stimmt das gar nicht. Wir hatten einfach Spaß, es musste keinen Sinn machen, was wir tun, wir konnten sinnlos auf nichts zusteuern und einfach sein in unserem gemeinsamen kreativen Chaos und schöne Dinge machen. Da war diese ganze Zeit, die wir auf dem verramschten giftgrünen Sofa von der Straße verbrachten. Wir rauchten, während im Fernseher eine schlechte Soap lief, die wir in einer „Zu verschenken“-Box auf der Straße gefunden hatten. Es war lustig, wirklich lustig. War das also verschenkte Zeit gewesen? Ich weiß, dass ich nicht nur die guten Zeiten meine, ich weiß. Aber das ist alles, woran ich gerade denken kann. Und es war wahrscheinlich mehr Gutes dabei als ich mich in den letzten Jahren des Abstandes erinnern wollte.
Aber da war dieser Moment, bevor alles schlecht und gut gleichzeitig wurde und dann Stück für Stück auch das letzte bisschen Halt zerbrach. Dieser Moment:
Sie räumte Dinge zusammen, organisierte Dinge. Fast in einem Nebensatz sagte sie, dass sie aus Bremen weggehen würde, um in einer anderen Stadt zu studieren. Ich weiß, dass es im Grunde nicht so schlimm sein sollte. Vielleicht war es die Überraschung, vielleicht der Nebensatz, vielleicht weil sie mich nicht einmal angucken konnte, aber ich fing an zu heulen. „Das ist voll gut für dich“, sagte ich während mir die Tränen runter rannen. Sie sah mich mitleidig an und konnte nicht wirklich etwas sagen, war wie gebremst. Sie machte weiter mit ihren Dingen, vermied ihre Gefühle und auch meine. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht, versuchte mich zusammenzureißen mit ihr der schweigenden Wand im gleichen Raum. Vielleicht wäre es gut, wieder mehr für mich zu sein, meinen eigenen Boden zu schaffen, nicht in dieser engen Freundschaft auf engem Raum zu leben. Vielleicht ist es auch gut für mich. Jedenfalls sagte ich mir das.
Mein Magen dreht sich um. Die Erinnerungen tun immer noch ein bisschen weh. Ich weiß gar nicht, warum ich nicht wütend auf sie geworden bin, als sie mich so anschwieg. Ich hatte mich nur für zu sensibel gehalten, vielleicht war ich es auch ein bisschen, vielleicht bin ich es immer noch ein bisschen. Ihre Gefühle kamen später, viel später, als sie schon längst weg war und unbedingt wiederkommen wollte. Da hatte ich aber schon längst meine eigenen Gefühle verarbeitet. Irgendwie gab es ab dem Punkt kein Zurück mehr zu dem, was wir mal waren.
Ich streife mir Dreck von den Füßen und betrete die Räume der Bibliothek in Vegesack. Das Licht ist warm. Es strahlt aus quadratförmigen Lampen von der Decke. Alles ist gerade und ordentlich strukturiert. Ich gehe nach oben in die Kinderabteilung. Mein Blick streift über die drei Fragezeichen Bücher, drei Ausrufezeichen Bücher, es fehlen noch die TKKG-Bücher, die wir damals wegen ihrer sexistischen und rassistischen Elemente auseinandergenommen haben. Wir haben Stunden damit verbracht, darüber zu reden und alles tot zu analysieren und uns über diese Kinderbücher, die vor 40 Jahren geschrieben wurden, lustig zu machen. Wir haben beide sehr ähnlich gedacht, vielleicht zu ähnlich. Ich verlaufe mich in die Young Adult Ecke. Ich denke daran, wie wir schlechte Bücher dieses Genres von der Straße aufgesammelt haben. Wir konnten uns stundenlang daraus gegenseitig vorlesen und darüber lästern. Aber am Ende mochten wir die Charaktere doch irgendwie. Wir entdeckten immer mehr Passagen, die gut geschrieben waren. Ich glaube, ich mochte die Bücher häufiger doch unironisch als sie. Wir waren Arschlöcher zu den Büchern, aber irgendwie doch nette Arschlöcher.
Und dann waren da noch diese ganzen Romane und Filmwelten, die wir zusammen entwarfen. Wie wir uns über alle Details Gedanken gemacht hatten. Wir hätten so gern ganze Serien zusammen kreiert. „Finden werde ich dich nie wieder“, denke ich und klappe eins der Bücher auf und zu. Gedankenversunken und den Inhalt gar nicht wahrnehmend.
Ich liebe es, Geschichten zu erzählen, aber manchmal gucke ich mir so ungern meine eigenen Geschichten an. Dabei merke ich, dass sie raus müssen. Die Geister meiner Vergangenheit wollen verarbeitet werden. Nicht umsonst spuken sie noch in mir herum und dringen gerade dann an die Oberfläche, wenn ich es am wenigsten erwarte. Hey, du Geist der Vergangenheit, dir hätte ein Dinosaurier mit einer Sternenkrone und einem rosa Glitzerschal gefallen, wie es ihn die Kinder hier in der Bibliothek gebastelt haben. Dinosaurier waren immer dein Ding. Und die Camp-Ästhetik. Ein queerer Dinosaurier in Drag für einen meiner vergangenen Geister.
Von all den Geschichten, die mein Leben angesammelt hat, war unsere eine der Schönsten und eine der Heftigsten. Aber das Heftige muss ich irgendwann anders erzählen. Vielleicht, wenn mein Magen sich gar nicht mehr umdreht, wenn ich an sie denke. Vielleicht, wenn mein Herz nicht mehr vor Angst zusammensackt und ich mich nicht mehr in mir selber verkrümeln will, wenn ich an all unsere archivierten Chats und daran denke, dass ich mir ihr Profilbild seit fast zwei Jahren nicht mehr angeguckt habe. Allerdings hatte sie mich auch blockiert, also wie könnte ich es tun. Wie könnte ich auch. Ich habe mich auch selbst blockiert, um gar nicht in Versuchung zu geraten. Jeder einzelne Chat, jeder Gruppenchat, unsere manischen über 200 erstellten Gruppen sind archiviert und damit fast gelöscht. Als würdest du nicht mehr existieren. Aber damit existiert meine Angst vor einer weiteren Panikattacke auch nicht mehr.
Fluchtverschwinden
Sonne im Gesicht
Augen zu
Blitze durch die Lider
Rauschen im Wind
vom Wasser
von Land
aus der Luft
Geäst und Gefieder
Gedanken
fließen davon
fliegen davon
teilen sich auf
gut und böse
versinken
steigen auf
Sehnsucht
Meer – MEHR
das Plätschern der Wellen
die Stille des Seins
Durchdringen des Schweigens
ein Warnsignal
Realität
Willkommen zurück
Schmierblick
13. Stock
drei verschlossene Türen
ein Schritt
weg von den Fliesen innen
nach draußen zum Beton
Flecken vor meinen Augen
doch keine Flecken erlaubt auf kaltem Stein
Tauben ausgesperrt aus dem grauen Gefängnis
Das Gitter versperrt mir die Sicht
Der Griff zur Schere lockt
meine Finger zittern
will meinen Blick verschärfen
doch selbst durch die Löcher
verschwimmt das Bild
Anonymität stiehlt den Fokus
Sehe keine Menschen
sehe keine Autos
sehe ein 'Mehr' aus Bäumen, wie Stümpfe von Brokkoli
sehe kleine Figuren
Playmobil-puppen
ein Fliegenschiss in meinem Leben
ein Stückchen Dreck in dieser Welt
und wieder zuckt ein Finger
um ihn wegzuwischen
den Fleck.
Seemann, oh Seemann
Seemann, oh Seemann, wann kommst du nach Haus?
Das Meer es ruft, wenn´s dunkel ist laut
Seemann, oh Seemann, kommst DU noch nach Haus?
Über dem Wasser hängt Nebel kein Rauch
Es schwimmen dort Haie, Krokodile, Piranhas
Bist du an Land, ist das auch nicht anders
Der eine ist Freibeuter, wird kriminell aus Leid
Der andere ist Käufer, Tiefpreise sind geil
Oben auf seinem Berg aus Gold sitzt ein schmieriger Mann
MEIN Seemann ist es, der für ihn ertrank
Das Meer voller Tränen, die wir um dich weinen
Sie bilden die Strömung und lassen dich treiben
Die Gischt sie ist sauer und spiegelt dein Leiden
Spülst du an den Strand oder musst du noch bleiben?
Kajal
Das ging alles viel zu schnell
Hab mich viel zu oft verstellt
Die Schaumkronen tänzeln
Erinnern mich ans offne Meer
Ich würds so gerne darauf anlegen
Mich in die Gischt zu stürzen
Nichts mehr zu hören
Tonnen, die über mir türmen
Lass mich für nen Moment allein
Ich komm zurück zu dir
Alles aus der Seele Schrein
Um mich nochmal zu spüren
Der Wind durchströmt mein Haar
In Tränen schwimmt Kajal
Ich würd so gerne springen
Und wär so gern normal
Die Sonne hat ein Loch in mich gebrannt
Und das schmerzt sehr
Vielleicht warns andre Menschen
doch vielleicht hab ich mich zerstört
Mein Gesicht mein Ich
Die Haut mein Bauch zu spüren
Glaub ich brauch dich auch
Doch muss mich grad verlieren
Lass mich für nen Moment allein
Ich komm zurück zu dir
Alles aus der Seele Schrein
Um mich nochmal zu spüren
Der Wind durchströmt mein Haar
In Tränen schwimmt Kajal
Ich würd so gerne springen
Und wär so gern normal