Zwei bunte Flyer vom Literaturkontor auf einem Tisch

Weitere Projekte

Viele weitere Projekte sind in all den Jahren unserer Arbeit durchgeführt worden. Zahlreiche Leiter*innen haben mit unzähligen Teilnehmenden Literaturarbeit zu unterschiedlichen Themen betrieben. Auch internationale Projekte sowie virtuelle waren dabei. Hier eine kleine Auswahl.


Lyrik-Hotline gegen die kulturelle Isolation

Porträt von Angelika Sinn
© Rike Oehlerking

Angelika Sinn, Autorin, Künstlerin und Referentin für Literarisches Schreiben, lebt und arbeitet in Worpswede und Bremen. Sie veröffentlicht Erzählungen, Biografien, lyrische Texte und Miniaturen und präsentiert zudem Künstlerbücher, Textobjekte und Text-Sound-Installationen in Ausstellungen. Zurzeit hat sie einen Lehrauftrag für „Kreatives Schreiben“ an der Uni Bremen. Letzte Veröffentlichung: “So nimmt man das Leben mit” (Hg.), eine Anthologie mit Texten von Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten, Sujet Verlag, 2019. Zudem ist Sinn Mitinhaberin von „Mimis Erbe“, Worpsweder Galerie, Kunstkaufhaus und Raum für künstlerische und literarische Projekte.

Weitere Infos unter: www.angelika-sinn.de

Öffentliche Lesungen fallen aus — was tun? Ein Buch zur Hand nehmen und selber lesen? Richtig! Sich die Aufzeichnung einer literarische Veranstaltung anschauen? Auch gut! Oder: Sie lassen sich am Telefon ein Gedicht vortragen, persönlich für Sie ausgewählt.

Im April 2020 war die Lyrik-Hotline des Literaturkontors mit der Autorin Angelika Sinn besetzt. Dienstags von 18 bis 21 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr erwartete sie Anrufe — ausgestattet mit einer Auswahl von Gedichten.

Anrufer*innen bekommen ein Gedicht vorgetragen

Ein Projekt des Bremer Literaturkontors mit der Autorin Angelika Sinn

Die meisten Menschen halten sich momentan vorwiegend zu Hause auf, haben kaum Kontakt zu Freund*innen, Verwandten und Bekannten, weil sie mithelfen möchten, die Ausbreitung des Virus zu verzögern. Für viele bedeutet das soziale und kulturelle Isolation. Da auch das Bremer Literaturkontor seine öffentlichen Lesungen und andere literarische Veranstaltungen absagen musste, bietet es ab April unter anderem Literatur frei Haus an – und zwar mithilfe einer Lyrik-Hotline. Hier nimmt die Autorin Angelika Sinn die Anrufe Literaturinteressierter entgegen, um ihnen ein für sie persönlich ausgewähltes Gedicht vorzutragen. Von Storm und Rilke über Bachmann und Celan bis zu Else Lasker-Schüler hat sie zahlreiche Texte parat, dazu gehören natürlich auch Gedichte zeitgenössischer (internationaler) Autor*innen.

Kontakt
Fragen entweder ans Literaturkontor (jens.laloire@literaturkontor-bremen.de // 0421 327943) oder direkt an Angelika Sinn (angelika.sinn@gmx.de)

Eine rote Spiraltelefonschnur auf einem Buch
© Rike Oehlerking

Ein Interview mit Angelika Sinn, die die Lyrik-Hotline im Frühjahr 2020 anbot, führte Sophie Lahusen. Es erschien in der taz bremen, am 1. April 2020. Das Interview gibt es hier

Einen Artikel über die Lyrik-Hotline verfasste Patricia Friedek. Er erschien in der Wümme-Zeitung des Weser Kurier, am 2. April 2020. Zum Artikel geht es hier


Transkulturelles Blog-Projekt: Bremen & Kampala

Cover des MiniLit-Heft special Kampala

Aus dem Projekt ›Bremen Kampala — spaces of transcultural writing‹ ist eine Sonderausgabe unserer MiniLit-Heftreihe entstanden. Die zweisprachige Anthologie versammelt Auszüge aus den Werken dreier Autor*innen aus Kampala und dreier aus Bremen. Die Texte sind von Deborah Asiimwe, Nora Bossong, S. Ronald Ssegujja, Nikolas Hoppe, Nyana Kakoma und Jens Laloire.

Die MiniLit-Hefte sind kostenlos. Sie liegen im Literaturkontor, in den Bremer Buchhandlungen und an anderen Literatur- und Kulturorten aus.

Schreiben im transkulturellen Raum / spaces of transcultural writing

vom 02. bis 31. Januar 2015 (mit einer Lesung am 20. März 2015)

Mit Nora Bossong, Asiimwe Deborah GKashugi, Nikolas Hoppe, Nyana Kakoma, Jens Laloire & Ssekandi R Sseguja

Im Januar 2015 traten sechs junge Gegenwartsautor*innen über eine Online-Plattform in Austausch, um über die Schreibbedingungen in den Städten Kampala und Bremen zu berichten, sich über ihr Literaturverständnis auszutauschen und poetologische Werkstattgespräche zu führen.

Während Nora Bossong, Nikolas Hoppe und Jens Laloire die Hansestadt vertraten, berichteten die Autor*innen Asiimwe Deborah GKashugi, Nyana Kakoma und Ssekandi R Sseguja aus der Hauptstadt Ugandas. Mit verschiedenen Formaten und Medien gaben sie einen Einblick in die Literaturszenen der beiden Städte, erzählten von ihrem Schriftstellerdasein und setzten sich mit den verschiedenen Möglichkeiten des Schreibens auseinander.

Darüber hinaus wurde der digital geführte Austausch von weiteren Autor*innen beider Städte und Student*innen der Makere University und der Universität Bremen mit Kommentaren begleitet. Ziel des Projektes war es, gemeinsam das Porträt einer Autorengeneration zu zeichnen, für die das Schreiben in und zwischen transversaler Urbanität einen zentralen Stellenwert einnimmt.

Abgeschlossen wurde das Projekt, das bereits mit dem Stipendium der Bremer Netzresidenz ausgezeichnet wurde, am 20. März 2015 mit zwei zeitgleichen Lesungen in Kampala und Bremen. An diesem Abend stellten die Autor*innen ihre im Januar entstanden Texte dem Publikum live vor. Zudem traten sie miteinander über die 6000 Kilometer Entfernung hinweg via Videoliveschaltung miteinander ins Gespräch und berichteten von ihren Erfahrungen.

Ein Projekt des Bremer Literaturkontors und des virtuellen Literaturhauses Bremen. In Kooperation mit dem Goethe Institut Kampala, der Universität Bremen und der Makerere University. Gefördert im Fond TURN der Kulturstiftung des Bundes.

www.kampalawritesbremen.com

 


Work in Progress: Im Steinbruch der Literatur

Gelbes Schild mit den Worten "Work in Progress"

In der Reihe ›work in progress‹, die das Bremer Literaturkontor in Kooperation mit der Stadtbibliothek 2007 ins Leben gerufen hat, gab es 2009 unter dem Titel ›Im Steinbruch der Literatur‹ monatlich eine Veranstaltung in der Krimibibliothek, in der jeweils ein oder zwei Bremer Autoren gemeinsam mit dem Publikum eine allgemein bekannte Geschichte – sei es Mythos, Märchen oder klassischer Text – variierten, aktualisierten oder korrigierten.
Dem Publikum bot sich ›Im Steinbruch der Literatur‹ die Gelegenheit, aktiv an der Veränderung eines Klassikers teilzuhaben sowie den Entstehungsprozess eines Stoffes von der Skizze bis zur Endversion mitzuerleben.

 


Weitere Projekte