Uni-Seminare

Seit 1995 vermittelt das Kontor – mit Bremer Autor*innen als Lehrbeauftragte – Schreibkompetenz im Rahmen der Seminare für Kreatives Schreiben an der Universität Bremen. Viele der Seminare und Workshops sind mit Abschlusslesungen verbunden, bei denen die Teilnehmenden ihre Texte öffentlich präsentieren können. Die Lehrbeauftragte im Wintersemester 2020/21 sind Angelika Sinn und Jutta Reichelt.


Lehrauftrag ›Kreatives Schreiben‹ — WiSe 2020 / 2021

›Innere Monologe‹

Die Figuren einer Erzählung agieren nicht nur oder führen Dialoge, sondern halten auch Zwiesprache mit sich selbst, denken, fantasieren, träumen.

In inneren Monologen ist alles möglich, darin kann eine Protagonistin / ein Protagonist über die Zutaten für das Abendessen nachdenken oder ganze Welten erfinden. Die Leser*innen erfahren etwas über die Gedanken, Gefühle und den Charakter der jeweiligen Figur. Zudem werden Konflikte und inneren Antriebe verdeutlicht.

In diesem Seminar entwickeln wir zunächst eine literarische Figur, für die wir dann innere Monologe schreiben. Worüber denkt die Figur in welcher Situation nach? Welchen Auslöser gibt es für ihre Gedankenspiele, Fantasien oder philosophischen Betrachtungen? Wie und an welcher Stelle der Geschichte lassen sich innere Monologe geschickt einbauen? Und wie werden sie gestaltet?

Diese und andere Fragen wollen wir erörtern, Texte entwerfen und darüber diskutieren.

Das Seminar ist für Teilnehmer*innen der vorangegangenen Seminare „Literarische Figuren“, „Dialoge — Szenisches Schreiben“, „Zeit, Ort, Atmosphäre“ sowie „Von der Idee zum Plot“ ebenso gedacht, wie für Neueinsteiger*innen.

Das Seminar findet online statt, mit synchronen Elementen (Videokonferenz) und Aufgaben, die zuhause bearbeitet werden können (asynchrone Elemente).

Termine: Mittwoch, 11.11.20, 09.12.20, 13.01.21 und 10.02.21
jeweils 10.15 – 11.45 (online)

Angelika Sinn
www.angelika-sinn.de

© Rike Oehlerking

Meine Lebensgeschichte erfinde ich selbst — Anregungen zum autofiktionalen Schreiben

Seminar mit Jutta Reichelt

Jeder fiktive Text enthält autobiographische Splitter, Motive oder Details. Aber wo verläuft dann die Grenze zwischen Fiktion und Autobiographie?
Das Seminar bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich dieser Frage anhand konkreter Schreibanregungen zu nähern. Das Ziel liegt dabei weniger in der Produktion „guter“ Texte, sondern in der Erweiterung der individuellen Schreibpraxis. Auch Studierende ohne literarische Schreiberfahrung sind daher herzlich willkommen.

Weitere Informationen über die Schriftstellerin und Dozentin Jutta Reichelt unter www.juttareichelt.com

Damit ein produktiver Austausch entstehen kann, ist die Teilnehmer*innenzahl auf 10 begrenzt. 

Das Seminar findet 14-tägig mittwochs von 14 — 17 Uhr ab dem 18. November statt. Dabei wechseln sich Schreibzeiten (offline) und Austausch im Plenum (online per Zoom) ab.

Bild von Jutta Reichelt
© Nicolai Wolff