Workshop: Phantastische Erzählungen verfassen

Phantastische Literatur hat die Macht, den Boden unter unseren Füßen zum Schwanken zu bringen. Was wir zu wissen glauben, mag in ihren Gegenwelten bedeutungslos werden. Die Gesetze des Realismus verlieren ihre Autorität. Das subversive Potential, das die Phantastik entfalten kann, ist ungeheuer und doch gilt sie vielen noch immer als triviale Unterhaltung.

Der Ruf der Phantastik wird ihren Talenten nicht gerecht. Ihre erfindungsreichen Inhalte provozieren neue sprachliche Herangehensweisen. Diese wiederum erzeugen Texte, die jenseits der ausgetretenen Pfade des konventionellen Erzählens wandeln. Das Wunderbare ist in ihnen selbstverständlich, und warum auch nicht? Um es mit den Worten des Literaturkritikers Denis Scheck zu sagen: „Erzählungen mit Elfen, Drachen, Riesen, Zwergen und Monstern [sind] in der bald dreitausendjährigen Geschichte der Literatur eher die Regel denn die Ausnahme.“

Dieser Workshop hat das Ziel, an drei Wochenenden zu je zwei Terminen (je Samstag und Sonntag) die Arbeit an einem Erzähltext der Phantastik zu begleiten und diesen idealerweise fertigzustellen. Zusätzlich wird eine kurze Einführung in Problemstellungen des phantastischen Schreibens gegeben, um ein besseres Bild von dieser Art von Literatur zu gewinnen.

Der Workshop wird organisiert durch das Bremer Literaturkontor e.V. und ist für Mitglieder des Vereins kostenlos. Andere Bremer*innen zahlen einen Unkostenbeitrag von 25,- Euro für den gesamten Workshop.

Die Workshop-Termine sind folgende:

Sa 11.09.2021 10:00 – 14:30 Uhr
So 12.09.2021 10:00 – 14:30 Uhr

Sa 25.09.2021 10:00 – 14:30 Uhr
So 26.09.2021 10:00 – 14:30 Uhr

Sa 09.10.2021 10:00 – 14:30 Uhr
So 10.10.2021 10:00 – 14:30 Uhr

Zur Bewerbung ist bis zum 22.08.2021 ein Text oder Textfragment an phantastikworkshop@literaturkontor-bremen.de einzureichen, das in dem Workshop besprochen und bearbeitet werden soll. In die Auswahl für die Teilnehmenden einbezogen werden nur Texte, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Der eingereichte Text oder Textauszug hat eine Länge von 5-10 Normseiten (zu je 1800 Zeichen mit Leerzeichen)

  • Er beinhaltet ein phantastisches Element. Wo genau er in der Trias von Fantasy/ Science Fiction/ Horror zu verorten ist, oder ob er sich einer Einordnung komplett entzieht, ist egal.

  • Der Text kann abgeschlossen sein, muss es aber nicht

  • Der Text sollte eine kurze Erzählform bedienen (z.B. Short Story, Novelle, Märchen). Romanfragmente sind nicht erwünscht!

  • Nur epische Texte werden berücksichtigt, d.h. kein Drama, keine Lyrik

  • Alle eingereichten Texte müssen auf Deutsch verfasst sein. Autor*innen mit begrenzten Deutschkenntnissen sind dennoch gerne willkommen

Unter allen Bewerber*innen werden etwa sechs ausgewählt, die am Workshop teilnehmen werden.

Kontakt
Fragen zum Workshop bitte direkt an Vincent Möhlenbrock über
phantastikworkshop@literaturkontor-bremen.de

 

Porträt von Vincent Möhlenbrock
© privat

Vincent Möhlenbrock hat eine Ausbildung im Bibliothekssektor abgeschlossen und studierte Germanistik und Geschichte. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit den Themen Autorschaft und Identität im Werk Jan Wagners. Er ist Mitglied in Kollit, dem jungen Kollektiv für Literatur. Seit langem hat er sich lesend und schreibend mit der Literatur der Phantastik auseinandergesetzt und sich im Rahmen von Pen-&-Paper-Rollenspielen oftmals selbst auf Abenteuerreise begeben.


Ausschreibung – Texte für MiniLit gesucht

Seit 2014 gibt das Bremer Literaturkontor die MiniLit-Hefte raus, in denen wir Texte von jüngeren Bremer Autor*innen (U 40) veröffentlichen. Mittlerweile sind 13 Hefte (und ein MiniLit-Spezial) erschienen – zuletzt Ende 2020 mit Texten von Daniel Schmidt und Florian Reinartz.
In diesem Jahr wollen wir noch ein weiteres Heft herausgeben. Dafür suchen wir zwei Texte von Autor*innen, die noch keine Erzählungen in der Reihe veröffentlicht haben (Autor*innen, die bereits ausschließlich kürzere Texte in einem der drei Werkstatthefte veröffentlicht haben, dürfen uns natürlich gerne trotzdem einen passenden Text schicken).
Die Texte sollten in sich abgeschlossen (also keine Romanauszüge) und bisher unveröffentlicht sein und etwa eine Länge von 10.000 bis maximal 18.000 Zeichen haben. Außerdem sollten sie im Idealfall bereits gründlich durchgearbeitet sein – auch wenn wir nach der Auswahl immer noch gemeinsam im Rahmen eines intensiven Lektorats an den Texten arbeiten.

Texte bitte per Mail an: jens.laloire@literaturkontor-bremen.de

Weitere Infos zum MiniLit-Projekt gibt es hier

Ein Projekt des Bremer Literaturkontors
Villa Ichon // Goetheplatz 4 // 28201 Bremen
0421 327943
info@literaturkontor-bremen.de
www.literaturkontor-bremen.de

Ansprechpartner
Jens Laloire
jens.laloire@literaturkontor-bremen.de

eine Hand hält ein MiniLit-Heft
© Rike Oehlerking

Literatur-TANDEM-letterario 2022

Das Literatur-TANDEM-letterario 2022 ist ein Stipendium für junge SchriftstellerInnen1) aus Italien und Deutschland. Die AutorInnen reichen eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache ein. In einem deutsch/italienischen Tandem soll dann die Kurzgeschichte des fremdsprachigen Partners in die eigene Landessprache übertragen werden. Die AutorInnen können selber entscheiden, wie sie die Texte übertrugen wollen: von der semantischen Übersetzung, zur freien Übersetzung mit der Neufassung von Textteilen oder dem kreativen Nacherzählen der Texte mit eigenen Worten.

Unser Ziel ist es, die SchriftstellerInnen in Deutschland und Italien bekannter zu machen und den intellektuellen und interkulturellen Austausch zu fördern.

Das Literatur-TANDEM-letterario wird zum zweiten mal angeboten. 2021 haben 12 AutorInnen teilgenommen und die Kurzgeschichten sind in dem Buch “Literatur-TANDEM-letterario 2021” veröffentlicht worden. So unterschiedlich die Schreibstile sind, so verschieden ist auch die Art, wie die Geschichten übertragen wurden: übersetzt, frei übersetzt oder kreativ nacherzählt.

Eine deutsche und eine italienische Autorin oder ein Autor bilden ein virtuelles Tandem. Die Teilnehmenden reichen eine Kurzgeschichte in ihrer Landessprache ein (Umfang 5 – 20 Seiten – 1800 Zeichen pro Seite). Die Kurzgeschichte des Tandempartners soll dann in die eigene Sprache übertragen werden. Dieser Text kann einerseits eine Übersetzung sein, die nah am Original ist. Andererseits haben die SchriftstellerInnen aber auch die Möglichkeit, freier mit dem Originaltext umzugehen und die Handlung ggf. in einem ihnen vertrauteren Kontext anzusiedeln, um so auch eigene Erfahrungen bzw. Einsichten einfließen zu lassen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Geschichte inhaltlich nicht geändert wird und die Struktur der Handlung sowie die zugehörige Personenkonstellation im Wesentlichen erhalten bleibt.
Wie die Teilnehmenden die deutsche bzw. italienische Version des Textes erstellen, das ist ihnen selbst überlassen. Sie können dazu ihre eigenen Sprachkenntnisse, Kommunikation mit dem TandempartnerIn, die Hilfe von Übersetzungstools oder ÜbersetzerInnen nutzen.
Insgesamt sollen mindestens drei Tandems gebildet werden. Das Stipendium wird nur an Tandems aus einem gemischt deutsch/italienischen Team vergeben. Die Vorschläge, wie die Tandems gebildet werden, macht die Heimann-Stiftung.
Es ist geplant, die Kurzgeschichten als Sammelband zu veröffentlichen.
Zur Buchveröffentlichung sollen die AutorInnen nach Deutschland eingeladen werden. Die Buchveröffentlichung soll in Wiesloch stattfinden, einer Stadt in der Nähe von Heidelberg. Dabei ist folgender Ablauf geplant:

Freitag – Anreise nach Wiesloch und abends gemeinsames Essen und kennenlernen,
Samstagabends – Lesung
Sonntag – Abreise aus Wiesloch.

STIPENDIUM

Zeitraum: November 2021 bis Januar 2022.
Zusammenarbeit im Tandem und die Kurzgeschichte des anderen Autors oder der anderen Autorin in der eigenen Landessprache übersetzen oder kreativ nacherzählen.

Abgabetermin für den zu erarbeitenden Text: 31.01.2022.

Februar bis April 2022 – Erstellung des Sammelbands.
Frühjahr bis Sommer 2022 – Buchvorstellung zusammen mit den teilnehmenden AutorInnen in Wiesloch.

Höhe des Stipendiums:
1000 € für die Übertragung der Kurzgeschichte des Tandempartners / der Tandempartnerin in die eigene Landessprache und für das Recht der Heimann-Stiftung, die deutsche und italienische Version der Kurzgeschichte veröffentlichen zu dürfen.

Buchvorstellung in Wiesloch:
200 € für die Lesung.
Die Kosten für die An- und Abreise (Zugfahrt oder PKW).
Kostenlose Unterkunft während der Buchvorstellung von Freitag bis Sonntag in Doppelzimmern bei Gastfamilien oder in Pensionen.

TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN

Das Stipendium richtet sich an junge italienische und deutsche SchriftstellerInnen 1).
Nachgewiesene schriftstellerische Tätigkeit dokumentiert durch das Portfolio der Arbeiten und den Lebenslauf.
Der Lebensmittelpunkt der Teilnehmenden, die in Italienisch schreiben, muss in Italien sein und der Teilnehmenden, die in Deutsch schreiben, muss in Deutschland sein.
Deutsche oder italienische Fremdsprachenkenntnisse sind keine Voraussetzung.
Es können sich nur einzelne AutorInnen bewerben und die Stiftung macht die Vorschläge für die Tandems.

RAHMENBEDINGUNGEN

Die Heimann-Stiftung erhält das Recht, die deutschen und italienischen Texte der AutorInnen als Buch zu veröffentlichen. Das Buch soll im Zeitraum Frühjahr/Sommer 2022 erscheinen. Die AutorInnen sind verpflichtet, eine Autorenbiografie mit Bild zu übermitteln. Die Rechte am betreffenden Text verbleiben beim Autor / der Autorin.
Die Heimann-Stiftung erhält das Recht die deutschen und italienischen Texte der AutorInnen auf der Internetseite der Heimann-Stiftung bzw. auf mit dieser Internetseite verlinkten deutschen bzw. italienischen Literaturblogs zu veröffentlichen.
Die Heimann-Stiftung darf die Namen und Biografien der AutorenInnen veröffentlichen.
Zu Zwecken der Berichterstattung/Öffentlichkeitsarbeit über das Literatur-TANDEM-letterario erhalten die Heimann-Stiftung und die Medien das Recht Bild- und Tonaufnahmen, die im Rahmen des Literatur-TANDEM-letterario und damit zusammenhängenden Veranstaltungen entstehen, zu veröffentlichen.
Die eingeräumten Rechte gelten weltweit und zeitlich unbegrenzt sowohl für die vollständige als auch teilweise Veröffentlichung des Textes.

BEWERBUNGEN

Bewerbungen sind in italienischer oder deutscher Sprache möglich und sollen folgende Unterlagen enthalten:

Motivationsschreiben warum der Schriftsteller / die Schriftstellerin das Stipendium wahrnehmen möchte.
Bei der Auswahl der Teilnehmenden wird besonderer Wert auf das Motivationsschreiben gelegt.
Der Text der eingereichten Kurzgeschichte im MS-Word doc Format.
Lebenslauf.
Zusammenfassung der schriftstellerischen Tätigkeit.
Vollständige Anschrift mit: Name, Vorname, Ort, Straße, Email, Telefonnummer.
Bestätigung, dass der Text selbst geschrieben wurde und keine Rechte anderer an dem Text bestehen.
Bitte schicken Sie ihre Bewerbungsunterlagen per Email innerhalb der Bewerbungsfrist an: Heimann-Stiftung, info@heimann-stiftung.de.

Bewerbungsschluss: 03. Oktober 2021.

Die Auswahl der StipendiatenInnen erfolgt durch die Heimann-Stiftung. Die Entscheidung ist endgültig und nicht anfechtbar. Bis zum 31. Oktober 2021 werden die Teilnehmenden per Email über die Entscheidung informiert.

Das Projekt wird zusammen mit dem Istituto Italiano di Cultura Stoccarda 
und der Buchhandlung Eulenspiegel in Wiesloch durchgeführt.

Wir freuen uns auf ihre Bewerbung!

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Anmerkung 1) – Die Stiftung kann nur Vorhaben fördern, die den in der Satzung der Stiftung festgelegten Zielen entsprechen.
“Das Ziel der Stiftung ist es, die Beziehungen und das Verständnis zwischen den Völkern zu fördern, indem Vorurteile abgebaut werden und der interkulturelle Austausch gefördert werden. Um diese Zukunft zu gestalten ist es vor allen Dingen wichtig, dass die Jugend mit einer internationalen und interkulturellen Lebenserfahrung aufwächst. Im Mittelpunkt der Stiftung stehen deshalb junge Menschen und deren kulturelle Förderung zu verantwortungsbereiten Persönlichkeiten mit dem Ziel der Stärkung der Völkerverständigung“.

 


4-MONATIGE RESIDENZSTIPENDIEN IN DEN BEREICHEN BILDENDE KUNST, LITERATUR UND KOMPOSITION

Bewerbungen für 2022 sind ab 1. August 2021 möglich!
Einsendeschluss ist der 15. September 2021 (24:00 Uhr, Berlin).

Das Künstlerhaus Lauenburg wurde 1986 gegründet und ist eine internationale Stipendiat*innenstätte des Landes Schleswig-Holstein für zeitgenössische Bildende Kunst, Literatur und Komposition. Es bietet Nachwuchstalenten aus aller Welt die Möglichkeit, in einem ungestörten Arbeitsumfeld neue Projekte zu realisieren und diese einem interessierten Publikum öffentlich vorzustellen.

Das Künstlerhaus Lauenburg schreibt jedes Jahr regulär 4 Aufenthaltsstipendien in den Bereichen Komposition, Literatur und Bildende Kunst aus und vergibt ein Stipendium im Bereich Bildende Kunst auf Einladung an einen/ eine Künstler*in. Auf die 4 Residenzstipendien bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler ohne Einschränkung des Alters oder des Wohnsitzes.

Das Künstlerhaus Lauenburg zeichnet sich durch seine individuelle Betreuung und die Vernetzung der Stipendiat*innen untereinander aus. Es fördert ebenso die Vernetzung der Stipendiat*innen mit der kulturellen Szene der Metropolregion Hamburg und Schleswig-Holsteins.
Das Künstlerhaus liegt direkt am Ufer der Elbe, inmitten der historischen Altstadt. Lauenburg ist die südlichste Stadt Schleswig-Holsteins, hat 12.000 Einwohner*innen und ist etwa 50 km von Hamburg, Lübeck, Schwerin und 25 km von Lüneburg entfernt. Die Stadt liegt im Vierländereck von Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Bahnanschluss an der Strecke Lübeck-Lüneburg. Das Haus wurde Mitte des letzten Jahrhunderts erbaut, 1982 unter Denkmalschutz gestellt und nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten 1986 seiner neuen Bestimmung als Künstlerhaus übergeben. Seitdem haben hier 200 Stipendiat*innen gelebt und gearbeitet.

Räumlichkeiten und Ausstattung
Das Künstlerhaus verfügt über großzügige Räumlichkeiten (ca. 400 m²) auf drei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich die Stadtgalerie Künstlerhaus Lauenburg, die Künstlerbar und eine große Südterrasse direkt an der Elbe. In der Künstlerbar und auf der Terrasse finden regelmäßig Kulturveranstaltungen wie Kino, Lesungen und Konzerte statt.
In den beiden oberen Stockwerken befinden sich großflächige Künstler*innenateliers und Wohnungen. Alle Ateliers sind vollständig eingerichtet und verfügen über ein eigenes Duschbad und eine Küche sowie über einen Telefon- und WLAN-Anschluss. Weiterhin gibt es Druckpressen für Radierung und Hochdruck, eine Abzugspresse, ein Klavier sowie eine kleine Bibliothek. Im Nebenhaus des Künstlerhaus Lauenburg befindet sich die Stadtgalerie Künstlerhaus Lauenburg. Die 2021 modernisierten Ausstellungsräume sind häuserübergreifend miteinander verbunden.

Das Künstlerhaus Lauenburg erhält finanzielle Unterstützung durch das Land Schleswig-Holstein, den Kreis Herzogtum Lauenburg, die Stadt Lauenburg und den Förderverein Künstlerhaus Lauenburg/Elbe e.V., der das Haus seit 2009 in eigener Trägerschaft führt.

Zielsetzung des Künstlerhauses
Das Künstlerhaus Lauenburg hat sich der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern in den Bereichen zeitgenössische Bildende Kunst, Literatur und Komposition verschrieben, denen das Potential einer Karriere im Kunstbetrieb zugetraut wird. Es bietet im Rahmen des regulären Stipendienprogramms ein befruchtendes Arbeitsumfeld, in dem Künstler*innen, Autor*innen und Komponist*innen fernab vom (Kunst)Markt ihrem künstlerischen Schaffen nachgehen können. Weiter verfolgt das Künstlerhaus Lauenburg mit seinem Stipendien- und Veranstaltungsprogramm das Ziel, die überregionale Bedeutung des Hauses als Begegnungsort für Kunstschaffende, Fachleute, Kunst- und Kulturinteressierte zu sichern und auszubauen.

Das Künstlerhaus Lauenburg/Elbe schreibt für das Land Schleswig-Holstein vier Stipendien in folgenden möglichen Bereichen aus:

2 Stipendien im Bereich Bildende Kunst
1 Stipendium im Bereich Komposition
1 Stipendium im Bereich Literatur

Der Aufenthaltszeitraum für die Stipendiat*innen im Künstlerhaus Lauenburg beträgt 4 Monate von Mitte Mai 2022 bis Mitte September 2022.

Die Vergabe der Stipendien erfolgt durch eine Fachjury.

Umfang der Förderung
Im Rahmen der Förderung erhält die/der Stipendiat*in für den Stipendienzeitraum einen monatlichen Zuschuss von 1000,- EUR netto (betrifft Residenzstipendien und „Stipendium auf Einladung“).

Das Residenzstipendium beinhaltet freie Wohnungs- und Ateliernutzung. Stromversorgung für Wohnung und Atelier, Internet sowie Telefonie im deutschen Festnetz sind ebenfalls kostenlos.

Zusätzliche Mittel für Materialausgaben und projektbezogene Publikationen können mit fachlicher Unterstützung des Künstlerhauses eingeworben werden, es besteht aber keine Erfolgsgarantie.

Erwartungen an die Stipendiat*innen
Wir gehen davon aus, dass der weit überwiegende Teil des Stipendiums in Lauenburg verbracht wird.

Von den Stipendiat*innen wird während ihres Aufenthaltes im Künstlerhaus die Teilnahme an und Gestaltung von verschiedenen Veranstaltungen erwartet (Ausstellung, Lesung, Uraufführung…). Entnehmen Sie die Spezifikationen gemäß der Bereiche und Details bitte den Formularbereichen für Bildende Kunst, Literatur und Komposition.

Weiterhin wird eine präsentationsfähige Werkgabe an die Stadtgalerie Künstlerhaus Lauenburg (Träger Künstlerhaus Lauenburg) sowie für das Land Schleswig-Holstein ein DIN A4-Bericht über den Aufenthalt im Künstlerhaus Lauenburg erwartet.

Die Exklusivität der Ausstellungen und Produktionen im Künstlerhaus wird vorausgesetzt. Das Künstlerhaus begrüßt eine Beteiligung der Stipendiat*innen an Projekten zur Förderung von Kunst und Kultur als pädagogischem Auftrag in Kooperation mit dem Offenen Atelier des Künstlerhauses.

Weitere Ausstellungen, Aktionstage, Gesprächsrunden – auch an anderen Orten in Lauenburg und Schleswig- Holstein – werden nach Möglichkeit durch den Trägerverein Künstlerhaus Lauenburg/Elbe e.V. unterstützt.

Bewerbung und Auswahlverfahren
Um Aufnahme in das Künstlerhaus Lauenburg können sich professionelle deutsche und internationale Künstler*innen, Autor*innen und Komponist*innen bewerben.

Von der Bewerbung ausgeschlossen sind Künstler*innen, Autor*innen und Komponist*innen, die zum Antrittszeitpunkt des Stipendiums studieren, ein anderes Stipendium erhalten oder in den vergangenen drei Jahren bereits ein Stipendium des Landes Schleswig-Holstein erhalten haben.

Das Künstlerhaus Lauenburg erhebt eine Bewerbungsgebühr von 10,00€.
Bitte überweisen Sie die Bewerbungsgebühr bei Einreichung der Bewerbung an folgenden Empfänger:

Künstlerhaus Lauenburg e.V.
Raiffeisenbank Lauenburg
IBAN DE12 2306 3129 0000 2818 67 
BIC GENODEF1RLB

Wir erwarten kontaktfreudige Menschen, die mit ihrer besonderen Befähigung in künstlerischer Praxis den Dialog suchen.

Die Online-Bewerbungsformulare werden zum 1. August 2021 zur Verfügung gestellt.
Wir akzeptieren nur Bewerbungen via Formular auf unserer Website.

Unvollständige oder nicht den Vorgaben entsprechende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Ausgeschlossen sind ebenfalls Bewerbungen ohne Überweisung der Bearbeitungsgebühr in Höhe von EUR 10,00.

(*) Wir umfassen im Textzusammenhang mit dem Begriff Künstler*innen, Autor*innen und Komponist*innen das gesamte Spektrum der Personen, die sich dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugehörig oder zwischen bzw. außerhalb der binären Geschlechtskonstruktionen orientiert fühlen.

Die Bewerbungsformulare werden zum 01.08.2021 freigeschaltet. 

BEWERBUNGSFORMULARE:

BILDENDE KUNST
KOMPOSITION
LITERATUR

Die Jurysitzungen für die Vergabe der Stipendien finden Anfang 2022 statt. Über die Vergabe der Stipendien wird zeitnah nach der Jurysitzung auf der Internetseite www.kuenstlerhaus-lauenburg.de informiert. Die Stipendiat*innen werden persönlich kontaktiert. Bitte sehen Sie von individuellen Nachfragen ab.

Die Stipendien werden finanziert durch Mittel des Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.


Wir suchen Storys!

Auch in 2021 startet Ausweg Gesucht wieder als Kreativwettbewerb durch! Wann genau es losgeht, erfährst du hier und auf Social Media in Kürze.

Ausweg Gesucht ist als einer der größten Kurzfilmwettbewerbe im Norden bekannt. Doch 2020 war anders: Wir haben zum ersten Mal nicht nur Kurzfilme gesucht, sondern alle kreativen Ideen! Hauptsache sie haben gezeigt, wie man mit Krisen im Leben umgehen kann. Was hierbei zu beachten war?

Ausweg Gesucht richtet sich grundsätzlich an alle, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind und aus Bremen, Niedersachsen oder Hamburg kommen. Das Format des Beitrags konnte in diesem Jahr frei gewählt werden, es musste sich aber diesen vier Kategorien zuordnen lassen: Video (z.B. Kurzfilm wie Social Spot, Animation oder Reportage), Audio (z.B. Podcast, Song oder Hörspiel), Bild (z.B. Foto-Story, Collage oder Comic) und Text (z.B. Kurzgeschichte, Poetry oder Tagebuch).

Videos und Audios durften max. 5 Minuten lang sein und Texte max. 5 Seiten umfassen. Keine Einschränkungen gab es bei Bildern. Alle Beiträge mussten digital über unser Einreichungsformular eingereicht werden und in deutsch verfasst bzw. produziert sein oder einen englischen Untertitel aufweisen. Die max. Dateigröße lag bei 500 MB, erlaubte Dateiformate waren: Video mp4, m4v, mov, avi, wmv, mpg | Audio mp3, ogg, wav | Bilder jpg, jpeg, png, gif | Text pdf, doc/docx, xls/xlsx, odt, ppt, pptx,pps,ppsx. Mehrere Dateien mussten als ZIP-komprimierter Ordner hochgeladen werden.

Abgesehen vom Format, lag auch die Wahl des Themas und  Teams bei jedem und jeder selbst: Beiträge zur Corona-Krise konnten eingereicht werden. Interessierte konnten sich aber auch mit jeder anderen Krise beschäftigen. Genauso konnte allein, mit der Familie oder mit Mitbewohnis gearbeitet werden! Freunde, die Klasse oder der Studienkurs konnten auch involviert werden, da soziale Kontakte aber gemieden werden mussten, nur auf virtuellem Weg.

Weitere Infos: https://ausweggesucht.de/teilnahme/


W( )RTMELDUNGEN - Der Literaturpreis für kritische Kurztexte

Literarische Wortmeldungen zu gesellschafts- politischen Themen gesucht!

Die Pandemie hat viele Missstände in der Gesellschaft unübersehbar offengelegt. Gerade jetzt kommt kritischer Literatur die bedeutende Rolle zu, den öffentlichen Diskurs mit sachlicher wie lite- rarischer Qualität zwischen Twitter-Shitstorms und Cancel Culture, zwischen Mainstream und Ex- trem zu navigieren. Kritische Literatur kann, um Wittgenstein zu paraphrasieren, die Verhexung des Verstands und die Verzerrung der Wirklichkeit durch den Missbrauch von Sprache verhindern. Sie kann durch klare, streitbare Positionen und künstlerisch eigenständige Formen unser Denken schär- fen und unsere Perspektive auf Ungesagtes und Ungehörtes lenken.

WORTMELDUNGEN – Der Literaturpreis für kritische Kurztexte zeichnet exzellente literarische Po- sitionen aus, die auf aktuelle gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen. Dadurch wird nicht nur auf eine Förderung kritischer Stimmen, sondern auch auf eine Erweiterung des öffentlichen Dis- kurses abgezielt. Der Preisträger*innentext wird mit 35.000 Euro ausgezeichnet. Die Shortlist- Nominierung wird zukünftig mit jeweils 3.500 Euro dotiert. Um die Shortlist-Autor*innen und ihre Themen intensiver präsentieren zu können, reduziert sich die Liste auf fünf Texte.

Liebe Verleger*innen, Lektor*innen, Agent*innen, Literaturkritiker*innen und -vermittler*in- nen, wir bitten Sie als Expert*innen um Empfehlung und Einreichung von Texten!
Ebenso bitten wir Sie, Autor*innen zum Verfassen kritischer Texte zu ermutigen!

Auf welche exzellente literarische Position sind Sie zuletzt aufmerksam geworden? Welche*r litera- rische Autor*in ist für Sie die kritische Stimme der Zeit? Welcher herausragende Text zur gesell- schaftlichen Situation verdient mehr Aufmerksamkeit? Welche literarischen Texte sollten jetzt ge- schrieben werden?

Folgende Kriterien sollten die vorgeschlagenen Texte und Autor*innen erfüllen:

  • Die Texte (literarische Essays, literarische Reden, kurze Prosa oder Erzählungen) setzen sich literarisch mit relevanten gesellschaftspolitischen Themen auseinander.

  • Die Texte sind aktuell und damit nicht älter als maximal zwei Jahre.

  • Sie sind noch nicht in einer Monographie des Autors*der Autorin erschienen.

  • Sie sollten eine Länge von 8 bis 25 Normseiten haben.

  • Romanauszüge, dramatische Texte und Lyrik sowie ausschließlich journalistische Texte sind

    von der Bewerbung ausgeschlossen.

  • Texte, die bereits im Rahmen anderer Ausschreibungen und Auszeichnungen präsentiert

    wurden, sind von der Einreichung ausgeschlossen.

  • Die Autor*innen müssen bereits ein Debüt bei einem Verlag (kein Selbstverlag) im deutsch-

    sprachigen Raum veröffentlicht haben.

Bei der Einreichung ist zu beachten:

  • Autor*innen können nicht selbstständig einreichen, sondern werden durch Sie vorgeschla- gen!
  • Die Texte sind im pdf-Format an folgende Adresse einzureichen: info@wortmeldungen.org - Zur vollständigen Einreichung gehören eine knappe Autor*innenbiografie sowie das ausge- füllte und unterschriebene Formblatt (Download auf der Homepage: www.wortmeldun-gen.org/literaturpreis/preis).


Bitte beachten Sie auch die auf der Homepage veröffentlichten Statuten zum Preis: www.wortmeldungen.org/literaturpreis/preis

Einsendeschluss ist der 30.09.2021

Es ist ausdrücklich erwünscht, dass Texte vorgeschlagen werden, die für die Einreichung zum WORTMELDUNGEN-Literaturpreis verfasst wurden. Die Ausschreibung des Preises versteht sich als Aufforderung und Ermutigung an Autor*innen, neue Texte zur Einreichung zu verfassen.

Termine im Überblick:

  • Einsendeschluss: 30.09.2021

  • 1. Jurysitzung: Anfang Dezember 2021

  • Veröffentlichung der Shortlist: Mitte Januar 2022

  • WORTMELDUNGEN-Abend mit den Autor*innen der Shortlist im Literaturhaus Frankfurt:

    10.02.2022

  • 2. Jurysitzung: Ende Februar 2022

  • Bekanntgabe des Preisträgers*der Preisträgerin: Anfang März

  • WORTMELDUNGEN-Preisverleihung in den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt:

    18. Juni 2022

Die Jury

Eine mit Persönlichkeiten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten besetzte interdiszipli- näre Jury nominiert aus den Einreichungen eine Shortlist von fünf Texten, die Anfang 2022 auf der WORTMELDUNGEN-Homepage veröffentlicht wird. Die Veröffentlichung wird medial und voraus- sichtlich auch durch Veranstaltungsformate begleitet.

In einer zweiten Jurysitzung Ende Februar 2022 wird ein Preisträger*innentext ausgewählt, der sich ästhetisch wie inhaltlich in herausragender Weise mit einem gesellschaftspolitisch brisanten Thema kritisch auseinandersetzt und das Potential hat, in den öffentlich Diskurs zu wirken.
Die Jurymitglieder sind Anne Zohra Berrached (Regisseurin und Drehbuchautorin, Berlin), Hasnain Kazim (Journalist und Autor, Wien), Esra Küçük (Politikwissenschaftlerin und Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung, Berlin), Christine Lötscher (Professorin für Populäre Literaturen und Medien, freie Literaturkritikerin, Zürich), Ijoma Mangold (Journalist, Autor und Literaturkritiker DIE ZEIT, Berlin), Sighard Neckel (Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel, Universität Ham- burg) sowie eine weitere noch zu berufende Persönlichkeit.

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung findet im Juni 2022 im Schauspiel Frankfurt statt. Dort erhält der*die Preisträ- ger*in den mit 35.000 Euro dotierten Preis und eine öffentliche Bühne, um seine*ihre Position im Austausch mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Ökonomie, Soziologie und Kultur, die er*sie selbst vorschlagen kann, vor Publikum zu diskutieren. Seine*ihre literarische und kritische Position setzt damit einen Diskurs in Gang, der auch junge Nachwuchsautor*innen anregen soll, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der WORTMELDUNGEN-Förderpreis

Der*die Träger*in des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises ist aufgefordert, eine These oder Fra- gestellung zu formulieren, die ihn*sie weiterhin an dem von ihm*ihr behandelten Thema interes- siert. Diese ist der Ausgangspunkt für den Aufruf zum WORTMELDUNGEN-Förderpreis, der Anfang April jeden Jahres ausgeschrieben wird. Er ruft Nachwuchsautor*innen, die sich literarisch mit dem Thema und den inhaltlichen Positionen des Preisträgers*der Preisträgerin beschäftigen möchten, dazu auf, ihre Kurztexte einzusenden.

Eine mit Literaturkritiker*innen, Lektor*innen und dem*der Preisträger*in besetzte Jury nominiert aus den Einsendungen eine Shortlist von 10 Titeln, die auf der WORTMELDUNGEN-Homepage ver- öffentlicht werden. In der Folge werden aus der Shortlist drei Texte ausgewählt, die mit dem Förder- preis in Höhe von insgesamt 15.000 Euro ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung findet im Rah- men einer Lesenacht statt, bei der auch die Autor*innen der Förderpreis-Shortlist eingeladen sind, aus ihren Texten zu lesen.

WORTMELDUNGEN ist ein Programm der Crespo Foundation. Die Stiftung engagiert sich in den Arbeitsschwerpunkten „Familie“, „Begleitung auf dem Bildungsweg“, „Ästhetische Bildung“ und „Kunst“. In ihrem Arbeitsschwerpunkt „Kunst“ ist es der Crespo Foundation ein besonderes Anlie- gen, Künstler*innen in ihrer professionellen Entwicklung zu stärken und Kontexte zu schaffen, in de- nen sie ihre Arbeit einer möglichst breiten Öffentlichkeit präsentieren können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Crespo Foundation: www.crespo-foundation.de

Kontakt:
Dr. Sandra Poppe und Katja Schaffer Crespo Foundation
Tel. 069 / 271079521
info@wortmeldungen.org
www.wortmeldungen.org

 



Neben unseren eigenen Ausschreibungen verweisen hier von Zeit zu Zeit auch in kleiner Auswahl auf externe Wettbewerbe, Preise und Ausschreibungen. Weitere Ausschreibungen gibt es in umfassender Form u.a. auf autorenwelt.de