Roman- und Prosawerkstätten mit Michael Wildenhain

Mit der regelmäßig ausgeschriebenen Prosa- bzw. Roman-Werkstatt möchte das Bremer Literaturkontor bis zu sechs Autor*innen aus Bremen, Bremerhaven und umzu gezielt fördern und ihnen die Möglichkeit bieten, mit qualifizierter Unterstützung an einem literarischen Werk zu arbeiten. Zudem sollen erste Kontakte im Literaturbetrieb vermittelt werden, insbesondere zu Literaturagenturen und Verlagen.

In der Werkstatt wird ein begonnener Erzählungs- oder Kurzgeschichtenband, ein Roman oder ein Jugendbuch weiterentwickelt und im besten Fall fertiggestellt. Zu diesem Zweck finden in der Regel an drei Wochenenden Werkstatttreffen im Literaturkontor statt. Die Vorhaben werden in der Gruppe mit lektorierender Absicht diskutiert, wobei ein Schwerpunkt des Gesprächs dem Aufbau bzw. der Struktur der Texte gilt.

Zur Werkstatt gehört zudem eine öffentliche Abschlusslesung in Bremen, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Werkstatt ihre Texte präsentieren.

Die Werkstatt richtet sich an Autor*innen, deren Arbeitsschwerpunkt im Bereich Erzählung/Kurzgeschichte, Roman oder Jugendbuch liegt und die bereits erste Schritte im literarischen Leben unternommen haben (z. B. Veröffentlichung eines Buchs, Publikation von Texten in Literaturzeitschriften bzw. Erhalt eines Stipendiums/Preises) oder eine außergewöhnliche literarische Begabung erkennen lassen.

Alle Bewerberinnen und Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Die Prosawerkstatt mit Michael Wildenhain wird in unregelmäßigen Abständen an dieser Stelle von uns ausgeschrieben. Eine nächste Runde steht noch nicht fest.

Für das Bremer Literaturkontor leitete Wildenhain bereits eine Romanwerkstatt (2010) sowie drei Prosawerkstätten (2012, 2016 & 2019). Hieraus sind u. a. folgende Bücher hervorgegangen: Mechthild Lanfermann: ›Wer im trüben fischt‹ (dtb 2012); Imke Müller-Hellmann: ›Verschwunden in Deutschland‹ (Osburg 2014); Alexa Stein: ›Am Ende der Schuld‹ (Schünemann 2015); Jutta Reichelt: ›Wiederholte Verdächtigungen‹ (Klöpfer & Meyer 2015); Karsten Redmann: ›An einem dieser Tage‹ (edition offenes feld 2018)

Porträt von Michael Wildenhain
© Marijan Murat

Michael Wildenhain, geb. 1958 in Berlin, ist Autor von Erzählbänden, Romanen und Theaterstücken. Seine erste Veröffentlichung, die längere Erzählung ›zum beispiel k.‹ erschien 1983 im (West-)Berliner Rotbuch-Verlag, sein erster Jugendroman ›Wer sich nicht wehrt‹ 1994 bei Ravensburger. Zuletzt veröffentlichte er den Roman ›Das Singen der Sirenen‹ (Klett-Cotta, 2017), der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand. Sein zwei Jahre zuvor erschienener Roman ›Das Lächeln der Alligatoren‹ (Klett-Cotta, 2015) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Im Wintersemester 2015/16 war Michael Wildenhain zum vierten Mal Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Im Berliner Brecht-Haus leitete er seit 2008 verschiedene Romanwerkstätten, aus denen etliche Romane hervorgegangen sind, u. a. der 2011 bei Rowohlt Berlin erschienene Debütroman von Katerina Poladjan ›In einer Nacht, woanders‹ und ›Nachbarn‹ von Madeleine Prahs, veröffentlicht 2014 bei dtv-premium.