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Geschichten, Mythen und Legenden

Ein Schreibworkshop für Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten

 

Auf der Flucht vor Krieg, Terror oder Armut müssen Menschen oft sehr viel zurücklassen. Dennoch bringen sie Wertvolles mit: Erzählungen aus ihrer Heimat, Märchen, Mythen und (Familien-)Legenden. Diese Geschichten wollen wir aufschreiben!

 

Der Workshop richtet sich an Erwachsene, die Grundkenntnisse der deutschen Sprache besitzen und Lust haben, sich mit professioneller Unterstützung im Schreiben auszuprobieren. Die Teilnehmer/innen erzählen, experimentieren frei mit Wörtern und Sätzen, verfassen Geschichten oder Gedichte.

 

Perfektes Deutsch und literarische Vorerfahrung sind nicht nötig! Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Wer möchte, kann seine Texte anschließend für eine Anthologie zur Verfügung stellen, die voraussichtlich 2018 im Bremer Sujet Verlag erscheinen wird.

 

Veranstalter: Bremer Literaturkontor

In Kooperation mit dem Sujet Verlag

Anleitung: Angelika Sinn

 

Ort: 

Bremer Literaturkontor

Villa Ichon

Goetheplatz 4

28203 Bremen

 

Termine:

Freitag, 22. September, 18 – 20 Uhr,

Samstag, 23. und

Sonntag, 24. September, 10 – 16 Uhr

 

Nähere Infos und Anmeldung:

Bremer Literaturkontor

Angelika Sinn

0421-327943

Villa Ichon
Angelika Sinn

Schreibwerkstatt für junge Autorinnen und Autoren

Mit dem Bremer Schriftsteller Colin Böttger

 

Das Bremer Literaturkontor bietet eine regelmäßige Schreibwerkstatt für Nachwuchsautorinnen und –autoren bis 30 Jahre an.

Die von dem Schriftsteller Colin Böttger geleitete Werkstatt findet 14-tägig statt und steht allen offen, die an ihren literarischen Texten arbeiten wollen.

Interessierte können mit fertigen oder auch nur begonnenen Geschichten, Gedichten, experimentellen Texten etc. kommen, sie vorstellen und sich Feedback holen. Für diejenigen, die noch in der Suchbewegung sind und deren Texte bislang als reine Ideen existieren, sollte das erste Ziel sein, eine Erzählform und ebenso eine Erzählperspektive zu finden, die ihnen liegt und entspricht. Im Rahmen der Werkstatt wird dann an Kurzgeschichten und Gedichte gearbeitet oder eine längere Erzählung auf den Weg gebracht. 

Die Schreibwerkstatt findet in den Räumen des Bremer Literaturkontors statt, Villa Ichon, Goetheplatz 4.

Ein Einstieg ist jederzeit möglich, es wird jedoch um Anmeldung im Literaturkontor gebeten: info@literaturkontor-bremen.de

 

Termine auf Anfrage und im Kalender.

Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr.

Abbildung: Colin Böttger Foto: (c) Victor Ströver, nordsign

derzeitige Workshops

›Bremer Prosa-Werkstatt 2016‹

Mit dem Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain 

Ein Projekt des Bremer Literaturkontors 

 

Mit der Prosa-Werkstatt 2016 möchte das Bremer Literaturkontor sechs Autorinnen und Autoren aus Bremen, Bremerhaven und umzu gezielt fördern und ihnen die Möglichkeit bieten, mit qualifizierter Unterstützung an einem literarischen Werk zu arbeiten. Zudem sollen erste Kontakte im Literaturbetrieb vermittelt werden, insbesondere zu Literaturagenturen und Verlagen. 

 

In der Werkstatt wird ein begonnener Erzählungs- oder Kurzgeschichtenband, ein Roman oder ein Jugendbuch weiterentwickelt und im besten Fall fertig gestellt. Die Vorhaben werden in der Gruppe mit lektorierender Absicht diskutiert, wobei ein Schwerpunkt des Gesprächs dem Aufbau bzw. der Struktur der Texte gilt. 

Anhand der eingereichten Texte hat die Jury bestehend aus Prof. Dr. Gert Sautermeister (Vorstand Bremer Literaturkontor), Anna Mechler (Literaturagentur Lesen & Hören, Berlin) und Michael Wildenhain folgende Teilnehmer*innen der Prosa-Werkstatt 2016 ausgewählt: 

Bettina Beutler-Prahm, Jens Laloire, Gianna Lange, Ingo Matthias, Christina Sachs und Alexa Stein.

Bettina Beutler-Prahm wurde 1968 in Heidelberg geboren und ist in Bremen aufgewachsen. Sie hat Jura in Bielefeld und Berlin studiert, in der Dramaturgie der Berliner Staatsoper gejobbt und für den Aufbau-Verlag als Justiziarin gearbeitet. Seit 2003 lebt sie wieder in Bremen und hat dort an der Universität Musikwissenschaften studiert. Sie schreibt Kurzprosa, Rezensionen und Sachtexte und arbeitet derzeit an einem Kurzgeschichtenband.

Bettina Beutler-Prahm

Jens Laloire hat Germanistik und Philosophie studiert. Er arbeitet als Autor, Dozent, Lektor und Kulturjournalist und organisiert und moderiert Literaturveranstaltungen. 2011/2012 hatte er den Lehrauftrag für Kreatives Schreiben an der Universität Bremen inne.
Zudem schreibt er kurze Erzählungen und Miniaturen, die er in Anthologien und Zeitschriften sowie auf seinem Blog ›Die Tanztendenz des Geistes‹ veröffentlicht. Gemeinsam mit Nora Bossong und Nikolas Hoppe wurde er 2014 für das Projekt ›Bremen - Kampala‹ mit dem Stipendium der Bremer Netzresidenz des virtuellen Literaturhauses ausgezeichnet.

Jens Laloire, Foto: Heike Müller

Gianna Lange, geboren 1988 in Bremen, studierte zunächst Journalistik an der Hochschule Bremen. Nach einem Auslandssemester in London änderte sie ihren Kurs und befindet sich jetzt im Masterstudium der Transnationalen Literaturwissenschaft an der Uni Bremen. Sie war Autorin für das Onlinemagazin BOM13, veröffentlicht kurze Texte auf ihrem Blog unheimlichschoen.wordpress.com und ist Gründungsmitglied des lyrischen Kollektivs ›gabrieleschreibtgedichte‹. Für das Magazin mo:no ist sie als Redakteurin und Autorin tätig.

Gianna Lange, Foto: Franziska Evers

Ingo Matthias, geboren 1968 in Gnarrenburg, aufgewachsen in Bremerhaven und Bremen, arbeitete zunächst als freier Mitarbeiter für die Tageszeitung Bremen (taz), ließ sich dann zum Krankenpfleger ausbilden. Er studierte in Bremen Deutsch und Englisch auf Lehramt, in San Francisco Speech and Communication Studies. Heute arbeitet er als Lehrer in Bremen.

2010 und 2012 bekam er ein Stipendium für die Roman- bzw. Prosawerkstatt des Bremer Literaturkontors. Aus dieser Arbeit ging der Roman ›Legoleben‹ hervor, der 2014 als e-book im Gmeiner Verlag veröffentlicht wurde.

Ingo Matthias

Christina Sachs wurde 1983 in Itzehoe geboren. Sie lebt seit 2004 in Bremen und hat gerade ihr Studium der Geschichtswissenschaft beendet. Neben jahrelanger Redaktionsarbeit für eine studentische historische Online-Zeitung hat sie mehrere historische Fachartikel veröffentlicht. Darüber hinaus arbeitet sie im Rahmen von Schreibseminaren und Workshops an literarischen Texten. Hierbei hat sie auch Erfahrungen mit öffentlichen Lesungen gesammelt. Im MiniLit Nr. 6 des Bremer Literaturkontors erschien gerade ihre erste literarische Veröffentlichung.

Christina Sachs

Alexa Stein wurde 1966 in Nürnberg geboren und kam 1990 nach Bremen, wo sie ihre Leidenschaft für den Norden und das Schreiben entdeckte. Sie ist Mitglied der Mörderischen Schwestern und im Syndikat, war Gastdozentin für kreatives Schreiben an der Universität Bremen und leitete fünf Jahre lang das Krimifestival ›Prime Time – Crime Time‹. Für ihren aktueller Roman ›Am Ende der Schuld‹, erschienen im Schünemann Verlag, erhielt sie das Stipendium ›Bremer Romanwerkstatt 2010‹ des Bremer Literaturkontors.

Alexa Stein

Michael Wildenhain, geb. 1958 in Berlin, ist Autor von Erzählbänden, Romanen und Theaterstücken. Seine erste Veröffentlichung, die längere Erzählung ›zum beipiel k.‹ erschien 1983 im (West-)Berliner Rotbuch-Verlag, sein erster Jugendroman ›Wer sich nicht wehrt‹ 1994 bei Ravensburger. Jüngst erschien sein Roman ›Das Lächeln der Alligatoren‹ (Klett-Cotta, 2015), der für den Leipziger Buchpreis nominiert war. Für seinen letzten Jugendroman ›Blutsbrüder‹ (Ravensburger, 2011; TB 2013) erhielt er 2012 den Verdi-Literaturpreis; insgesamt wurde das literarische Werk von Michael Wildenhain mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. 

Im Wintersemester 2015/16 war Michael Wildenhain zum vierten Mal Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 

Für das Bremer Literaturkontor leitete Wildenhain bereits eine Romanwerkstatt (2010) sowie eine Prosawerkstatt (2012). 

 

 

Michael Wildenhain, Foto: Murat Marijan

Termine der Prosa-Werkstatt 2016:  

1. Werkstattwochenende: 11. / 12. Juni 2016 

2. Werkstattwochenende: 17. / 18. September 2016 

3. Werkstattwochenende: 19. / 20. November 2016 

 

Ort: Bremer Literaturkontor, Villa Ichon, Goetheplatz 4

 

Abschlusslesung: 9. Dezember 2016, 20 Uhr, Kukoon, Buntentorsteinweg 29

bisherige Workshops

›Auf die Bühne!‹

Die Präsentation eigener literarischer Texte

Ein Workshop des Bremer Literaturkontors mit der Dipl. Theaterpädagogin Viola Bauer 


Ob Lyrik, Kurzgeschichte, Krimi oder Slam – in der Villa Ichon geht es an diesem Wochenende um den individuellen Vortrag eigener Texte.
Sei es der Umgang mit Lampenfieber, das Herausarbeiten von Dialogszenen oder das Feilen am Spannungsaufbau für die anstehende Lesung – die mitgebrachten Wünsche und Anliegen der Teilnehmer*innen werden den Inhalt des Seminars direkt mitgestalten.
Den allgemeinen Rahmen für das Wochenende bilden Übungen aus dem Bereich der darstellenden Kunst, die Präsenz, Raumgefühl, Atem und Stimme schulen und die Selbstwahrnehmung schärfen.

 

›Auf die Bühne!‹

Samstag, 23. und Sonntag, 24.April, jeweils 10-17 Uhr

Villa Ichon, Raum 2, Goetheplatz 4, Bremen 

Unkostenbeitrag: 15 Euro 

Die Teilnehmerzahl ist auf sechs begrenzt

Anmeldung (bitte bis zum 8. April):

Angelika Sinn – info@literaturkontor-bremen.de 

Weitere Infos zum Workshop:

Viola Bauer – rauchzart@gmx.de 

Viola Bauer

›Drehbuchwerkstatt 2015‹

Mit der Film- und Fernsehdramaturgin Regina Weber

 

Am 24. April begann die Drehbuchwerkstatt 2015, mit der das Bremer Literaturkontor sechs Autorinnen und Autoren die Möglichkeit bietet, unter professioneller dramaturgischer Anleitung einen Stoff für ein Drehbuch zu entwickeln. Ziel ist die Erstellung eines ausgereiften Treatments sowie einzelner Szenen und Sequenzen für eine erste Drehbuchfassung.   

Die Teilnehmer*innen brachten eine Ideenskizze / ein Pitch für ein Drehbuch mit. An vier Werkstattwochenenden entwickeln sie diese Idee weiter und schreiben ein Exposé, ein Treatment, Szenen und Sequenzen. Hierbei kommen u.a. Methoden des Kreativen Schreibens zum Einsatz. Die Arbeitsergebnisse werden in der Gruppe zur Diskussion gestellt und weiterentwickelt.

Zur Drehbuchwerkstatt gehört zudem eine szenische Abschlusslesung.

Die Teilnahme an der Drehbuchwerkstatt gilt als Stipendium und ist gebührenfrei. 

 

Anhand der eingereichten Texte hat die Jury bestehend aus Jens-Ulrich Davids (Bremer Literaturkontor), David Safier (Drehbuchautor und Bestsellerautor) und Regina Weber folgende Teilnehmer*innen der Drehbuchwerkstatt 2015 ausgewählt: 

Jan Eichberg, Jörg Isermeyer, Nils Lieders, Hilke Rönnfeldt, Benjamin Tietjen und Dorothea Wegelein

Abbildung: Villa Ichon

Regina Weber

Regina Weber hat viele Jahre als Redakteurin für die ARD gearbeitet. Seit 2004 ist sie freiberufliche Film- und Fernsehdramaturgin und hat zahlreiche Serien, TV- Spielfilme und Kinostoffe lektoriert und dramaturgisch begleitet – zum Beispiel den Bremer Tatort und die Vorabendserien „Berlin, Berlin“, „Großstadtrevier“ und „Türkisch für Anfänger“. Im Wintersemester 2012/13 und Sommersemester 2013 war Regina Weber an der Bremer Universität Dozentin für Kreatives Drehbuchschreiben. Sie ist Mitglied im Verband für Film- und Fernsehdramaturgie e.V., VeDRA.

Abbildung: Regina Weber

Jan Eichberg

Jan Eichberg wurde 1984 in Groß-Umstadt geboren und lebt seit 2006 in Bremen. Das Studium an der HFBK Hamburg bei Prof. Wim Wenders beendet er im Sommer 2015 mit einem Abschlussfilm. Zahlreiche seiner Kurzfilme liefen auf internationalen Festivals und erhielten Auszeichnungen. Weiterhin betätigt er sich als Co-Autor bei anderen Projekten.

Abbildung: Jan Eichberg

Jörg Isermeyer

Jörg Isermeyer, geboren 1968 in Bad Segeberg, reiste als Straßenmusiker quer durch Europa. Nach seinem Studium der Soziologie, Psychologie und Pädagogik in Göttingen zog er die freie Künstlerlaufbahn einer Universitäts-Karriere vor und lebt heute als Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge, Musiker und Schriftsteller in Bremen. Sein Stück „Ohne Moos nix los“ erhielt den Berliner Kindertheaterpreis. Sein Roman „Alles andere als normal“ wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2015 ausgezeichnet.

Abbildung: Jörg Isermeyer

Nils Lieders

Nils Lieders, 1995 in Bremen geboren, erhielt 2013 seine erste Nominierung beim "Bundesfestival Video" für den Kurzfilm „Eine eingefleischte Familie", für den er auch sein erstes Drehbuch verfasste. 2014 machte er sein Abitur in Bremen. In diesem Jahr realisierte er den satirischen Kurzfilm "Die Festung" zum Thema Europaaußenpolitik, für den er das Druhbuch schrieb und Regie führte.  

Abbildung: Nils Lieders

Hilke Rönnfeldt

Hilke Rönnfeldt, geboren 1987 in Schleswig-Holstein, hat in Bremen Nautik studiert und ist als Schiffsoffizierin zur See gefahren. Die Leidenschaft zum Film war dann doch größer als die zum Meer. Nach Stationen bei Film und Fernsehen arbeitet sie mittlerweile für das Reykjavík International Film Festival im Bereich Programm und in der Filmuntertitelung. Die restliche Zeit widmet sie ihren eigenen Filmprojekten. Mehrere Kurzfilme wurden von ihr realisiert und ihr letzter Kurzfilm „Schwimmen“ lief erfolgreich auf mehreren Festivals.

Abbildung: Hilke Rönnfeldt

Benjamin Tietjen

Benjamin Tietjen wurde 1983 in Achim geboren. Er studierte Philosophie, Kulturwissenschaft und Germanistik an der Universität Bremen sowie Architektur an der Hochschule Bremen. Seit 2009 präsentiert er seine Texte im Rahmen von öffentlichen Lesungen und Lesereihen, schreibt Kurzprosa und Essays für's Radio, veröffentlicht Geschichten in Zeitschriften und Anthologien und regelmäßig eine Rock 'N' Roll-Kolumne. Zurzeit arbeitet Tietjen an einem Romanprojekt.

 

Abbildung: Benjamin Tietjen

Dorothea Wegelein

Dorothea Wegelein ist Tischlerin, Sängerin und Dipl.-Geographin, hat für Filmproduktionen und in internationalen Projekten gearbeitet und ist als „Hand-gegen-Koje“ zur See gefahren. Literarische Skizzen für Kindergeschichten und ein Hörspieldrehbuch sind entstanden sowie das Libretto zu der Oper „Rubor Caeruleum“, die sie gemeinsam mit Inka Henze und Jens-Peter Meyer geschrieben hat. Die Uraufführung fand 1999 in Bremen statt. Mit dem 2014 gegründeten Jazz-Trio "Kein Fernsehen" steht auch das gesungene Wort im Mittelpunkt.

Abbildung: Dorothea Wegelein

Termine der Drehbuchwerkstatt 2015:  

1. Werkstattwochenende: 24.-26. April 2015 (Vom Pitch zum Exposé)

2. Werkstattwochenende: 3.-5. Juli 2015 (Vom Exposé zum Treatment)

3. Werkstattwochenende: 11.-13.September 2015 (Vom Treatment zur Szene)

4. Werkstattwochenende: 6.-8. November (Szene, Sequenz und Dialog)

Abschlusslesung: Ende 2015 

Beginn der Drehbuchwerkstatt: Freitag, 24. April 2015, 18 Uhr  

Ort: Bremer Literaturkontor, Villa Ichon, Goetheplatz 4 

›AN BORD – ÜberLeben von A nach B‹

Schreibworkshop für junge Bremer Autorinnen und Autoren 

Mit der Schriftstellerin Janine Lancker 

 

Verfolgte und Vertriebene, die sich auf die hoffnungsvolle Reise in eine neue Heimat begeben, setzen sich unvorhersehbaren Gefahren aus. Zudem bedeutet der Aufbruch in eine vermeintlich bessere Welt den Verlust alles Vertrauten. Boatpeople, die eine Überfahrt auf hochseeuntauglichen Schiffen auf sich nehmen, um bewaffneten Konflikten, Verfolgung oder wirtschaftlicher Not zu entgehen, erwartet selten das erwünschte Ziel. Selbst wenn sie an einem sicheren Ort ankommen, bleibt die Ungewissheit, ob sie jemals in der Fremde vor Anker gehen.

 

Über das Leiden anderer zu schreiben stellt einen Autor vor eine schwierige Aufgabe. Im Rahmen des Schreibprojekts "AN BORD" stellten sich fünf junge Autorinnen dieser Aufgabe und fanden mit Hilfe gezielter Taktiken zu einer authentischen und themengerechten Sprache.

 

Mit dem Schreibprojekt unter der Leitung der Schriftstellerin Janine Lancker förderte das Bremer Literaturkontor junge Bremer Autorinnen und Autoren und begleitete sie auf dem Weg in die Öffentlichkeit professionell. 

Bremer Autorinnen und Autoren im Alter von 18 bis 35 Jahren konnten sich mit einem Text um die Teilnahme an dem Schreibprojekt bewerben. 

Thema der Ausschreibung war das Bild "When I Opened my Eyes" der Künstlerin Yuko Shimizu. Es ist oben rechts neben dem Ausschreibungstext zu sehen und anklickbar, um es größer darzustellen.

An drei Dienstagabenden im Mai 2015 traf sich die Gruppe zu Schreibworkshops auf dem Veranstaltungsschiff ›De Liefde‹, Auf dem Dreieck 5a.  

 

Die Texte wurden im Rahmen einer Lesung auf der Liefde Anfang Juni 2015 präsentiert.

Abbildung: When I Opened my Eyes, Yuko Shimizu
Abbildung: Janine Lancker, De Liefde

›A total eclipse of the heart‹

Schreibworkshop für junge Bremer Autorinnen und Autoren

zum Thema ›Sonnenfinsternis‹

Mit der Schriftstellerin Marlis Thiel

 

Ausgehend von ausgesuchten Beispielen aus der Literatur zum Thema ›Sonnenfinsternis‹ stand im Zentrum des Workshops das eigene Schreiben, das sich in Form eines Gedichts, einer kleinen Erzählung oder eines Essays zeigen konnte. Der Workshop wurde Ende März 2015 von der Schriftstellerin Marlis Thiel geleitet. Junge Bremer Autor*innen von 18 bis 35 Jahren waren angesprochen, sich dafür zu bewerben. Hierfür sollten sie ihre Gedanken, Assoziationen, Beobachtungen zum Thema Sonnenfinsternis in einem kurzen Bewerbungsschreiben (nicht mehr als eine DinA4-Seite) einreichen. Die Teilnahme war kostenlos. 
Dass zur selben Zeit, im März 2015, über Nordeuropa eine Sonnenfinsternis hinwegging, von der wir zumindest virtuell ein bisschen was zu sehen konnten, war Anlass genug, den Workshop gerade dann anzubieten.

Marlis Thiel

›Auf die Bühne!‹

Vom Text zur Lesung
Workshop mit Viola Bauer, Dipl. Theaterpädagogin

 

Ob Lyrik, Kurzgeschichte, Krimi, Slamtext, Liebesdrama oder Sachliteratur – in diesem Seminar galt es, das Geschriebenen zu präsentieren.
Jede Lesung ist eine Inszenierung und unter diesem Aspekt arbeitete die Theaterpädagogin Viola Bauer im März 2015 mit den Teilnehmer*innen an deren Texten und sorgte für die Grundlagen eines souveränen Auftritts. Der persönliche Lesestil lag dabei im Fokus und fand individuelle Unterstützung. Es kamen Übungen aus dem Bereich der darstellenden Kunst zum Einsatz, die Präsenz, Raumgefühl, Atem und Stimme schulen und die Selbstwahrnehmung schärfen. Die Wünsche und Anliegen der Teilnehmer*innen erweiterten die Inhalte des Seminars und gestalteten diese mit.

Viola Bauer

›Aus dem Gepäck der Kriegskinder - aufgeschrieben und aufbewahrt in einem Gedicht‹

Schreibprojekt für Bremer Autorinnen und Autoren,

die den 2. Weltkrieg als Kinder oder Jugendliche erlebt haben

Unter der Leitung der Schriftstellerin Inge Buck

 

Erfahrungen aus der  Kriegszeit zwischen 1939 und 1945 scheinen vielleicht inzwischen längst vergessen.  Manchmal aber, in Gesprächen, Worten, Träumen, einer Melodie, oder beim Stöbern in alten Fotografien oder Alltagsgegenständen, brechen unvermutet Erinnerungen auf.  

Im Rahmen des Schreibprojektes unter der Leitung der Schriftstellerin Inge Buck wurde über persönliche Erfahrungen und Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg geschrieben. Fotos aus der Kriegszeit, aufbewahrte Erinnerungsstücke, Tagebuchaufzeichnungen oder Briefe wurden zum Ausgangspunkt für einen Text, der sich verdichtet im Gedicht. Sechs Bremer Autorinnen und Autoren, die den 2. Weltkrieg als Kinder oder Jugendliche erlebt und an dem Schreibprojekt Interesse hatten, setzten sich unter professionell angeleiteter literarischer Arbeit im Herbst 2014 mit dem Thema auseinander. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mitte März 2015 fand eine öffentliche Lesung mit den entstandenen Gedichten statt.

Veranstalter war das Bremer Literaturkontor in Kooperation mit der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK), Landesverband Niedersachsen-Bremen.

›... Ich war so frei wie Luft‹ Picassos Muse Sylvette

Schreibworkshop für junge Bremer Autorinnen und Autoren


In Kooperation mit der Kunsthalle führte das Literaturkontor im Frühjahr 2014 einen Schreibworkshop für junge Autorinnen und Autoren zwischen 18 und 25 Jahren durch.
Unter Leitung der Kulturwissenschaftlerin Haleh Soleymani nahmen die Teilnehmer Picassos Werke, die die Kunsthalle im Rahmen der Ausstellung ›Sylvette, Sylvette, Sylvette. Der Maler und das Model‹ (22. Februar – 22. Juni 2014) zeigte und auch die Ausstellung selbst als Event in den Blick. Bei einem gemeinsamen Besuch ließen sie sich inspirieren, an drei Terminen trafen sie sich im Bremer Literaturkontor, um zu schreiben – Lyrik, Prosa, Experimentelles – und gemeinsam an den Texten zu arbeiten. Zudem wurde mit den literarischen Ergebnissen eine szenische Lesung entwickelt, die in der Villa Ichon im Juni 2014 präsentiert wurde.

Der Workshop war nicht nur für Autoren gedacht, sondern auch für junge bildende Künstler, die sich der Kunst schreibend nähern und die Wechselwirkung zwischen Kunst und Literatur erproben wollten.