Bremer Autorenstipendien 2018 vergeben

Zur Förderung des literarischen Nachwuchses vergibt der Senator für Kultur jährlich zwei Stipendien zu je 2500,- Euro an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihren Wohnsitz in Bremen/ Bremerhaven oder dem angrenzenden Umland haben. 

 

2018 gehen die Stipendien an Helge Hommers und Jörg Kasimir. 

 

Begründung der Jury:

Der Auszug aus Helge Hommers’ Romanprojekt ›Die Boomgardens‹ erzählt unter der Überschrift ›Das letzte Paar Schnürschuhe‹ zunächst die Geschichte der Urgroßmutter des Erzählers, die 1933 kurzfristig von den Nazis verhaftet wurde, weil sie bei einem jüdischen Schuhmacher einkaufte. Diese Familiengeschichte von vermeintlicher Zivilcourage und bäuerlicher Naivität gegenüber dem NS-Herrschaftssystem ahmt ein bekanntes Muster nach, doch Hommers’ Text  stellt sich schließlich als Versuch eines jungen Mannes heraus, die Erinnerungen seines Großvaters aufzuschreiben. Dieser reflektierte Umgang mit dem eigenen Schreiben und den Möglichkeiten, von der Vergangenheit zu erzählen, hat die Jury ebenso überzeugt wie die sprachliche Qualität des Textauszugs.   

 

Aus einem Buchprojekt mit 6 Erzählungen über verlassene Orte legt Jörg Kasimir ›Ruinös‹ vor. In einem Ort nahe der polnischen Grenze wird nach der Wende ein Postamt geschlossen und dann sich selbst überlassen. Der letzte verbliebene Posthauptsekretär beschließt, sich in sein Postamt zu begeben und mit ihm zusammen den endgültigen Verfall zu leben. Im Laufe der Jahre lösen sich beide auf. Ihr zu Schutt- und Aschewerden schlingt sich ineinander. Das beschreibt der Autor als Symphonie des Verfalls, die er mit organischen Sprachtönen und natürlichen Metaphern instrumentiert.

 

Helge Hommers wurde 1989 in Emden geboren. Nach dem Abitur leistete er seinen Zivildienst in Bremen, wo er im Anschluss ein Studium der Linguistik und Sportwissenschaften begann. Danach machte er seinen Master in Transnationale Literaturwissenschaften in Bremen und Prag. Nachdem Hommers bereits als freier Autor für den Weser Kurier gearbeitet hatte, begann er dort im Herbst 2017 ein Volontariat. 

Einige seiner Kurzgeschichten wurden in Literaturanthologien veröffentlicht und mit Preisen ausgezeichnet. 

 

Jörg Kasimir, 1964 in Wolfenbüttel geboren, hat zunächst als Verlagskaufmann gearbeitet, später dann an der Universität Bremen Kulturwissenschaften und Philosophie studiert. Nach dem Studium war er an der Planung und Durchführung diverser Kunst- und Kulturprojekte in Bremen beteiligt, u.a. für die Schwankhalle. Für die Städtische Galerie hat er im Bereich Ausstellungsorganisation gearbeitet. Seit 2013 ist er zudem im sozialen Bereich tätig. 

Kasimir schreibt Erzählungen und Essays sowie Beiträge für Kunstkataloge und Ausstellungen. 

 

Zur Jury 2018 gehörten Jan Gerstner (Universität Bremen), Ulrike Marie Hille (VHS Bremen / Autorin), Bernd Gosau (Freier Lektor) und Regina Weber (Bremer Literaturkontor / Redakteurin, Lektorin). 

 

Die Lesung der Stipendiaten 2018 findet Dienstag, den 15. Januar 2018, 20 Uhr, im Café Ambiente, Osterdeich 69a, statt. Die Moderation des Abends übernehmen Jan Gerstner und Bernd Gosau. 

 

 

Auszüge aus den Manuskripten der Stipendiaten finden Sie hier>>

Helge Hommer, Foto: Saskia Petersen
Jörg Kasimir, Foto: privat

Bremer Autorenstipendium 2018

Zur Förderung des literarischen Nachwuchses vergibt der Senator für Kultur auch im Jahr 2018 zwei Stipendien zu je 2500,- Euro an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihren Wohnsitz in Bremen/ Bremerhaven oder dem angrenzenden Umland haben. 

Die Organisation liegt beim Bremer Literaturkontor.

 

Die Stipendien sollen dazu dienen, bereits begonnene deutschsprachige literarische Arbeiten fertig zu stellen und Autorinnen und Autoren zu fördern, deren Arbeit eine literarische Befähigung erkennen lässt. 

 

Bewerbungskriterien:

Bewerbungen sind nur mit eigenen unveröffentlichten Texten möglich. Wiederholte Bewerbungen sind möglich, nicht jedoch für Autorinnen und Autoren, die das Autorenstipendium bereits erhalten haben.

Die Bewerber/innen sollen das 18. Lebensjahr vollendet haben.

 

Es können Texte aus den Gattungen Prosa, Lyrik und literarischer Essay eingereicht werden. Die Jury entscheidet anhand von Textproben, die den Jurorinnen und Juroren anonym vorgelegt werden.

 

Erwartet werden Textproben von maximal 10 Seiten (DIN A4, 30 Zeilen à 60 Anschläge, Schrift:12 Punkt) in sechsfacher Ausfertigung. Zudem ein Exposé im Umfang von einer DIN-A4-Seite – bitte ebenfalls in sechsfacher Ausführung. Hierin soll das Projekt beschrieben sein, in dessen Zusammenhang der eingereichte Text steht.

Darüber hinaus bitten wir um eine Bewerbung in einem verschlossenen Briefumschlag mit bio-bibliografischer Übersicht sowie Namen und Adresse. Umschlag und Textproben müssen mit einem Kennwort versehen werden, nicht jedoch mit Namen!

 

Wir bitten, die Bewerbungsunterlagen an folgende Adresse zu senden:

Bremer Literaturkontor, Villa Ichon,

Goetheplatz 4, 28203 Bremen.

 

Einsendeschluss ist der 1. August 2018.

 

Zur Jury 2018 gehören Jan Gerstner (Universität Bremen), Ulrike Marie Hille (VHS Bremen / Autorin), Bernd Gosau (freier Lektor) und Regina Weber (Bremer Literaturkontor / Redakteurin, Lektorin). 

 

Die Namen der Stipendiat*innen werden Mitte September 2018 bekannt gegeben. 

  

Kontakt:

Bremer Literaturkontor / Angelika Sinn

Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen 

Tel.: 0421-327943 

E-Mail: info@literaturkontor-bremen.de

Bremer Autorenstipendien 2017

Zur Förderung des literarischen Nachwuchses vergibt der

Senator für Kultur jährlich zwei Stipendien zu je 2500,- Euro an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihren Wohnsitz in Bremen/ Bremerhaven oder dem angrenzenden Umland haben. Die Organisation rund um das Stipendium liegt beim Bremer Literaturkontor.

 

2017 gehen die Stipendien an Hans-Hermann Mahnken und Martina Rapp. 

 

Begründung der Jury:

›Notiz auf dem Frühstückstisch‹, so lautet der Arbeitstitel des Manuskripts von Hans-Hermann Mahnken. Es handelt sich hierbei um ›Gedichte und lyrische Prosa‹.

In einfachem leichten Ton gelingt es dem Autor, Alltags- und Naturbilder, Liebes- und Kindheitserinnerungen, aber auch „schwere“ Themen wie den Krieg in eine Sprache zu bringen, die auf jeden moralischen Fingerzeig verzichtet und dadurch sehr berührt. Dabei verfügt der Autor über Formkenntnisse und erinnert in seinem leichten, immer wieder auch ironisch-melancholischen Ton an einen Dichter wie Erich Kästner.    

 

In ihrem Roman-Konzept ›Julie‹ nimmt Martina Rapp deutlich Bezug auf brisante aktuelle Themen: Flucht und Fluchthelfer, Migration, Ärzte ohne Grenzen. Die Sprache ist realistisch und klar. Aus der Perspektive eines bosnischen Flüchtlingsmädchens und zweier Ärzte wird ein Handlungsverlauf angedeutet, der durch die verwickelten Beziehungen der Menschen untereinander und ihre verzweifelte Suche nach Verbundenheit in einer grenzenlosen Welt eine solche Spannung erzeugt, dass man gerne wissen möchte, wie es weiter geht.

 

Hans-Hermann Mahnken wurde 1955 in Bremen geboren und lebt auch hier. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger und studierte später Psychologie und Pflegewissenschaft in Bremen und London. 

Zudem schreibt Hans-Hermann Mahnken Lyrik, Essays und Prosa. Veröffentlicht hat er bislang in Anthologien, Literaturzeitschriften und im Internet. 2015 erschien sein Lyrikband ›Kostbare Nichtigkeiten‹ im Geest-Verlag. Derzeit arbeitet er an einer Sammlung von Gedichten und lyrischer Prosa mit dem Arbeitstitel ›Notiz auf dem Frühstückstisch‹.   

 

Martina Rapp, geboren 1962 in Tübingen, studierte in Freiburg Germanistik und Romanistik. Nach einem Jahr in Paris kam sie 1994 nach Bremen, wo sie Logopädie und Pädagogik studierte und derzeit als Logopädin und Dozentin arbeitet. 

Martina Rapp veröffentlichte bereits diverse Fachtexte. Zudem schreibt sie seit vielen Jahren kürzere Prosa. ›Julie‹ ist ihr erstes Roman-Projekt.

 

Zur Jury 2017 gehörten Jan Gerstner (Universität Bremen), Ulrike Marie Hille (VHS Bremen / Autorin), Gudrun Liebe-Ewald (Stadtbibliothek Bremen), Jens-Ulrich Davids (Vorstand Bremer Literaturkontor / Autor) und Sabine Breitbach (Stipendiatin 2016). 

 

Die Lesung und Vorstellung der Stipendiaten 2017 findet Mittwoch, 17. Januar 2018, 20 Uhr, im Café Ambiente, Osterdeich 69a, statt. Begrüßungsworte spricht Heide Bremicker, Referentin für Literatur beim Senator für Kultur. Die Moderation des Abends übernehmen Ulrike-Marie Hille und Jens-Ulrich Davids.

 

Auszüge aus den Manuskripten der Stipendiatinnen finden Sie hier>>

Hans-Hermann Mahnken
Martina Rapp

Antonia Bontscheva-Sodemann erhält das Autorenstipendium 2017 des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede

Bereits zum dritten Mal hat das Literaturkontor ein Aufenthaltsstipendium für Bremer Autorinnen und Autoren in den Künstlerhäusern Worpswede vergeben. 

 

Das Stipendium ermöglicht einer Schriftstellerin / einem Schriftsteller eine vierwöchige kostenlose Unterbringung in den Martin-Kausche-Ateliers. Im Rahmen des Arbeitsaufenthalts wird für die Stipendiatin / den Stipendiaten eine Lesung in Worpswede organisiert. 

 

Nach der Sichtung zahlreicher Bewerbungen hat sich die Jury, bestehend aus Dr. Jens-Ulrich Davids (Vorstand Bremer Literaturkontor) und Tim Voss (Projektleitung / Geschäftsführung Küns-tlerhäuser Worpswede), entschieden, das Stipendium 2017 an Antonia Bontscheva-Sodemann zu vergeben. 

 

Begründung der Jury:  

Der Roman, an dem die Autorin während ihres Aufenthalts in den Künstlerhäusern Worpswede arbeiten wird, nimmt ein wichtiges Themenfeld unserer Tage auf: Grenzen, Transkulturalität, Identitätsfindung im Wechselspiel zwischen zwei Kulturen. Die Protagonistin, die zu Beginn der Liebe wegen von Bulgarien nach Deutschland geht, erzählt ihr Leben. Die Genauigkeit, Kraft  und trotzige Frechheit der Darstellung haben uns für den Text eingenommen. Wir sind davon über-zeugt, dass diese Geschichte, die sich im Europa nach der Wende in aller Komplexität modernen Lebens entfaltet, es wert ist, erzählt zu werden. Und erzählen kann Antonia Bontscheva-Sodemann, das zeigen die Textauszüge, die wir lesen konnten, klar, flüssig, unterhaltsam. Die Jury verspricht sich von diesem Roman bewegende Einsichten in das Aufeinandertreffen zweier Kulturen, wie es sich in einem Menschenleben abbilden kann.  

 

Die Autorin: 

Antonia Bontscheva wurde 1967 in Varna, Bulgarien geboren und lebt seit 1991 in Bremen. Sie hat in Berlin Germanistik studiert und anschließend als Deutschlehrerin, Radio- und Printjourna-listin gearbeitet. Zwischen 2006 und 2008 verfasste sie die wöchentliche literarische Radio-Kolumne „Antonias Welt“, die im Funkhaus Europa gesendet wurde. Zu Beginn ihrer Arbeit am Roman „Bulgarian Beauty“ bekam sie das Bremer Autorenstipendium 2009 des Senators für Kultur. Derzeit ist sie dabei das Buch zu beenden. 

Antonia Bontscheva-Sodemann

Bremer Autorenstipendien 2016

Vergeben vom Senator für Kultur - organisiert vom Literaturkontor

 

Zur Förderung des literarischen Nachwuchses vergibt der Senator für Kultur jährlich zwei Stipendien zu je 2500,- Euro an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihren Wohnsitz in Bremen/ Bremerhaven oder dem angrenzenden Umland haben.

 

In diesem Jahr gehen die Stipendien an die Autorinnen Bettina Beutler-Prahm und Sabine Breitbach

 

Begründung der Jury:

In einer lockeren Sammlung von Kurzgeschichten (Arbeitstitel: ›Ob es reicht‹), die scheinbar in keinem thematischen Zusammenhang stehen, handelt es sich hier um ein Buchprojekt, das aus verschiedenen Perspektiven von unterschiedlichen Lebenssituationen erzählt. Es geht dabei weniger um die Wiedergabe inhaltlicher Ereignisse als vielmehr um die Gefühlswelten der Protagonisten in der Spiegelung mit der Außenwelt. Sprachlich sehr lebendig - wechselnd zwischen Ich- und auktorialem Erzähler, mündlichem und reflektierendem Sprechen - gelingt es Bettina Beutler-Prahm neugierig zu machen auf das Gesamtprojekt.

 

In atmosphärisch dichten Sätzen erzählt Sabine Breitbach in ›Alles wie immer‹ von einer vergangenen Kindheit und den Versuchen ihrer Protagonistin, sich dieser Vergangenheit wieder anzunähern. Es sind Erinnerungen an einen verkorksten Sommerurlaub, an nächtliche Spaziergänge im Schnee in der Jugend. Der Wechsel zwischen den Zeiten, die genauen Beschreibungen und vor allem die sprachliche Qualität der Textprobe hob ›Alles wie immer‹ aus der Menge der Einsendungen heraus und überzeugte die Jury, eines der Autorenstipendien 2016 an Sabine Breitbach zu vergeben.

 

Bettina Beutler-Prahm wurde 1968 in Heidelberg geboren und ist in Bremen aufgewachsen. Sie hat Jura in Bielefeld und Berlin studiert, in der Dramaturgie der Berliner Staatsoper gejobbt und für den Aufbau-Verlag als Justiziarin gearbeitet. Seit 2003 lebt sie wieder in Bremen und hat dort an der Universität Musikwissenschaften studiert. Sie schreibt Kurzprosa, Rezensionen und Sachtexte, arbeitet derzeit an einem Kurzgeschichtenband und ist Teilnehmerin der Prosawerkstatt 2016 des Bremer Literaturkontors.

 

Sabine Breitbach wurde 1962 in Duisburg geboren und lebt seit 1987 in Bremen. Sie war unter anderem Studentin, Krankenschwester und Offsetdruckerin. Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit Fahrradreparaturen. Sie hat geschrieben, gezeichnet, gemalt, fotografiert und war als Bildhauerin tätig. Seit etwa drei Jahren arbeitet sie an einer Sammlung lose verbundener kleiner Geschichten mit dem Arbeitstitel: ›Alles wie immer‹.

 

Zur Jury 2016 gehörten Jan Gerstner (Universität Bremen), Ulrike Marie Hille (VHS Bremen / Autorin), Gudrun Liebe-Ewald (Bremer Literaturkontor / Stadtbibliothek Bremen), Jens-Ulrich Davids (Bremer Literaturkontor / Autor) und Katharina Mevissen (Autorenstipendiatin 2015).

 

Die Lesung der Stipendiatinnen findet am Mittwoch, 11. Januar 2016, 20 Uhr, im Café Ambiente, Osterdeich 69a, statt. Es moderieren Ulrike Marie Hille und Jan Gerstner. 

 

 

Auszüge aus den Manuskripten der Stipendiatinnen finden Sie hier>> 

Bettina Beutler-Prahm
Sabine Breitbach

Autorenstipendium des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede 2016/17

Das Literaturkontor schreibt zum dritten Mal in Folge ein Aufenthaltsstipendium für Bremer Autorinnen und Autoren in den Künstlerhäusern Worpswede aus. 

 

Das Stipendium ermöglicht einer Schriftstellerin / einem Schriftsteller eine vierwöchige kostenlose Unterbringung in den Martin-Kausche-Ateliers, in schöner und ruhiger Lage, gegenüber der Worpsweder Mühle. Im Rahmen des Arbeitsaufenthalts wird für die Stipendiatin / den Stipendiaten zudem eine Lesung in Worpswede organisiert.

 

Vergeben wird das Stipendium im November 2016. Der Aufenthalt kann dann im Jahr 2017 nach Terminabsprache mit den Künstlerhäusern stattfinden. Es ist auch möglich, die Stipendienzeit in einen zwei mal zweiwöchigen Aufenthalt zu splitten.

 

Bewerber/innen sollten das 18. Lebensjahr vollendet und bereits eigenständige Publikationen vorzuweisen haben. Erwartet werden eine Textprobe aus den Gattungen Lyrik, Prosa oder literarischer Essay von maximal zwei DIN A4-Seiten und eine Projektskizze von maximal einer DIN A4-Seite, durch die das Arbeitsvorhaben deutlich wird.

 

Hinzuzufügen sind eine formlose Bewerbung, bio- und bibliographische Angaben sowie Postadresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. 

 

Die Unterlagen sind bis zum 17. Oktober 2016 in vierfacher Ausfertigung an das Bremer Literaturkontor zu richten, Villa Ichon, Gotheplatz 4, 28203 Bremen. 

 

Die Jury, bestehend aus Dr. Jens-Ulrich Davids (Vorstand Bremer Literaturkontor) und Tim Voss (Projektleitung / Geschäftsführung Künstlerhäuser Worpswede), entscheidet anhand der Textproben und Projektskizzen über die Vergabe des Aufenthaltsstipendiums. 

 

Es können nur Bewerbungen, die die genannten Kriterien erfüllen, berücksichtigt werden.

 

Der Name der Stipendiatin / des Stipendiaten wird Mitte November bekannt gegeben. 

 

Kontakt: 

Angelika Sinn 

Bremer Literaturkontor 

Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Tel.: 0421-327943

E-Mail: info@literaturkontor-bremen.de 

www.literaturkontor-bremen.de 

… dann leben sie noch heute! Klassische Märchen neu erzählt

01. bis 03. Oktober 2016, jeweils 10 – 17 Uhr 

 

Schreibworkshop des Literaturkontors für junge Bremer Autorinnen und Autoren. 

Mit der Schriftstellerin Janine Lancker

 

Sprechende Tiere, Riesen und Zwerge, Zauberflüche und Verwandlungen – in Märchen wird das Unmögliche machbar, wird das Unvorstellbare selbstverständlicher Bestandteil der uns bekannten Welt. Doch unter dem Schleier all jener phantastischen Elemente verbergen sich Betrachtungen, die früher wie heute unsere Realität betreffen: So geht es um Armut und Unterdrückung, familiäre Strukturen, psychische Abhängigkeiten, Ängste und Lebensträume. Darüber hinaus unterstützen der Verzicht auf eindeutige Nennung von Orten und Zeitpunkten, immer wiederkehrende Formeln und die knappe Erzählform die archetypische Wirkung klassischer Märchen. 

 

Im Rahmen des Schreibworkshops werden sich die Teilnehmenden mit den sozialen und tiefenpsychologischen Mustern klassischer Märchen auseinandersetzen und diese in literarischer Form (Prosa, Lyrik, Miniaturen, Fragmente) auf die Gegenwart übertragen. Die während des Wochenendes entstandenen Märchen-Adaptionen werden auf einer Lesung präsentiert.

 

Mit dem Schreibprojekt unter Leitung der Schriftstellerin Janine Lancker möchte das Bremer Literaturkontor junge Bremer Autorinnen und Autoren fördern und auf dem Weg in die Öffentlichkeit professionell begleiten.

 

Die Teilnahme an allen drei Tagen und der Lesung ist kostenlos, jedoch verbindlich.

 

Bremer Autorinnen und Autoren im Alter von 18 bis 35 Jahren können sich für die Teilnahme an dem Schreibprojekt mit einem kurzen Text (maximal eine Seite) zu folgender Frage bewerben: Welches ist dein Lieblingsmärchen, und was reizt dich an diesem Märchen besonders? Einsendeschluss ist der 15. September 2016. 

 

Bewerbungen sind per E-Mail an das Bremer Literaturkontor zu richten:  info@literaturkontor-bremen.de. Beizufügen sind die vollständigen Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefon, Email-Adresse). Bitte auch das Geburtsdatum mit angeben! 

 

Die Termine im Überblick:

Schreibworkshop: Samstag, 1. Oktober bis Montag, 3. Oktober, jeweils 10 bis 17 Uhr

Ort: Bremer Literaturkontor, Villa Ichon, Goetheplatz 4 

Öffentliche Präsentation der Texte: Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20 Uhr, Café Ambiente, Osterdeich 69a

 

Kontakt:

Bremer Literaturkontor, Angelika Sinn: info@literaturkontor-bremen.de / 0421 327943

Janine Lancker (Projektleiterin): Janine.Lancker@gmx.de / 0421 3052332

Janine Lancker

›Das Handwerk der Vortragskunst. Kleine Techniken - große Wirkung!‹

Autorinnen und Autoren lernen, eigene Texte zu präsentieren

Wochenendseminar des Bremer Literaturkontors

Mit der Schauspielerin und Autorin Christine Mattner

Samstag, 29. und Sonntag, 30. Oktober

jeweils 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr

Villa Ichon, Raum 2, Goetheplatz 4

Angeleitet und geübt werden: gutes Sprechen,

richtiges Atmen, eine ausdrucksstarke Interpretation der Texte

und das Präsentsein im Erscheinungsbild

Anmeldung bis zum 15. Oktober: info@literaturkontor-bremen.de

Die Teilnahmegebühr beträgt 20,- Euro.

Christine Mattner

Bremer Autorenstipendium 2016

Zur Förderung des literarischen Nachwuchses vergibt der Senator für Kultur auch im Jahr 2016 zwei Stipendien zu je 2500,- Euro an Schriftsteller und Schriftstellerinnen, die ihren Wohnsitz in Bremen/ Bremerhaven oder dem angrenzenden Umland haben. 

 

Die Organisation liegt beim Bremer Literaturkontor.

 

Die Stipendien sollen dazu dienen, bereits begonnene deutschsprachige literarische Arbeiten fertig zu stellen und Autorinnen und Autoren zu fördern, deren Arbeit eine literarische Befähigung erkennen lässt. 

 

Bewerbungskriterien:

Bewerbungen sind nur mit eigenen unveröffentlichten Texten möglich. Wiederholte Bewerbungen sind möglich, nicht jedoch für Autorinnen und Autoren, die das Autorenstipendium bereits erhalten haben.

 

Es können Texte aus den Gattungen Prosa, Lyrik, literarischer Essay, Drama, Drehbuch und Hörspiel eingereicht werden. Die Jury entscheidet anhand von Textproben, die den Jurorinnen und Juroren anonym vorgelegt werden.

 

Textproben von maximal 10 Seiten (DIN A4, 30 Zeilen à 60 Anschläge, Schrift: 12 Punkt) waren bis zum 12. August 2016 in sechsfacher Ausfertigung an das Bremer Literaturkontor zu richten, Villa Ichon, Gotheplatz 4, 28203 Bremen.

 

Zusätzlich wurde ein Exposé im Umfang von einer DIN-A4-Seite erwartet – ebenfalls in sechsfacher Ausführung. Hierin sollte das Projekt beschrieben sein, in dessen Zusammenhang der eingereichte Text steht.

 

Darüber hinaus wurde um eine Bewerbung in einem verschlossenen Briefumschlag mit bio-bibliografischer Übersicht sowie Namen und Adresse gebeten. Umschlag und Textproben mussten mit einem Kennwort versehen werden, nicht jedoch mit Namen!

Die Bewerber sollen das 18. Lebensjahr vollendet haben.

 

Zur Jury 2016 gehören Jan Gerstner (Universität Bremen), Ulrike Marie Hille (VHS Bremen / Autorin), Gudrun Liebe-Ewald (Bremer Literaturkontor / Stadtbibliothek Bremen), Jens-Ulrich Davids (Bremer Literaturkontor / Autor) und Katharina Mevissen (Autorenstipendiatin 2015). 

 

Die Namen der Stipendiaten werden Ende September 2016 bekannt gegeben. 

 

 

Kontakt:

Bremer Literaturkontor / Angelika Sinn

Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen 

Tel.: 0421-327943 

E-Mail: info@literaturkontor-bremen.de

www.literaturkontor-bremen.de

›Bremer Prosa-Werkstatt 2016‹

Mit dem Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain 

Ein Projekt des Bremer Literaturkontors 

 

Mit der Prosa-Werkstatt 2016 möchte das Bremer Literaturkontor bis zu sechs Autorinnen und Autoren aus Bremen, Bremerhaven und umzu gezielt fördern und ihnen die Möglichkeit bieten, mit qualifizierter Unterstützung an einem literarischen Werk zu arbeiten. Zudem sollen erste Kontakte im Literaturbetrieb vermittelt werden, insbesondere zu Literaturagenturen und Verlagen. 

 

In der Werkstatt wird ein begonnener Erzählungs- oder Kurzgeschichtenband, ein Roman oder ein Jugendbuch weiterentwickelt und im besten Fall fertig gestellt. Zu diesem Zweck finden 2016 an drei Wochenenden Werkstatttreffen im Literaturkontor statt. 

Die Vorhaben werden in der Gruppe mit lektorierender Absicht diskutiert, wobei ein Schwerpunkt des Gesprächs dem Aufbau bzw. der Struktur der Texte gilt. 

 

Zur Werkstatt gehört zudem eine Abschlusslesung der Teilnehmer*innen in Bremen. 

 

Die Werkstatt richtet sich an Autorinnen und Autoren, deren Arbeitsschwerpunkt im Bereich Erzählung / Kurzgeschichte, Roman oder Jugendbuch liegt und die bereits erste Schritte im literarischen Leben unternommen haben (Veröffentlichung eines Buches, Erhalt eines Stipendiums / eines Preises) oder eine außergewöhnliche literarische Begabung erkennen lassen. 

Die Teilnehmer*innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. 

 

Bewerbungen sollen mit Lebenslauf, Exposé (ca. 1 Normseite) und Textprobe 

(maximal 10 Normseiten) in vierfacher Ausfertigung an das Bremer Literaturkontor, Villa Ichon, Goetheplatz 4 geschickt werden. 

 

Die Teilnahme an der Prosa-Werkstatt gilt als Stipendium und ist gebührenfrei. 

 

Einsendeschluss war der 15. April 2016. 

 

Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Gert Sautermeister (Vorstand Bremer Literaturkontor), Anna Mechler (Literaturagentur Lesen & Hören, Berlin) und Michael Wildenhain, wählt anhand der eingereichten Texte die Teilnehmer*innen der Bremer Prosa-Werkstatt 2016 aus. 

 

Die Teilnehmer*innen wurden Anfang Mai 2016 benachrichtigt. 

 

 

Termine der Bremer Prosa-Werkstatt 2016: 

 

1. Werkstattwochenende: 11. / 12. Juni 2016 

2. Werkstattwochenende: 17. / 18. September 2016 

3. Werkstattwochenende: 19. / 20. November 2016 

Abschlusslesung: 9. Dezember 2016, 20 Uhr, Kukoon, Buntentorsteinweg 29

 

Beginn der Prosa-Werkstatt: Samstag, 11. Juni 2016, 11 Uhr 

 

Ort: Bremer Literaturkontor, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen 

 

Michael Wildenhain, geb. 1958 in Berlin, ist Autor von Erzählbänden, Romanen und Theaterstücken. Seine erste Veröffentlichung, die längere Erzählung „zum beipiel k.“ erschien 1983 im (West-)Berliner Rotbuch-Verlag, sein erster Jugendroman „Wer sich nicht wehrt“ 1994 bei Ravensburger. Jüngst erschien sein Roman „Das Lächeln der Alligatoren“ (Klett-Cotta, 2015), der für den Leipziger Buchpreis nominiert war. Für seinen letzten Jugendroman „Blutsbrüder“ (Ravensburger, 2011; TB 2013) erhielt er 2012 den Verdi-Literaturpreis; insgesamt wurde das literarische Werk von Michael Wildenhain mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. 

 

Im Wintersemester 2015/16 war Michael Wildenhain zum vierten Mal Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Im Berliner Brecht-Haus leitete er seit 2008 verschiedene Romanwerkstätten, aus denen etliche Romanen hervorgegangen sind, u.a. der 2011 bei Rowohlt Berlin erschienene Debütroman von Katerina Poladjan „In einer Nacht, woanders“ und „Nachbarn“ von Madeleine Prahs, veröffentlicht 2014 bei dtv-premium.

Für das Bremer Literaturkontor leitete Wildenhain bereits eine Romanwerkstatt (2010) sowie eine Prosawerkstatt (2012). Hieraus sind u.a. folgende Bücher hervorgegangen: Mechthild Lanfermann: „Wer im trüben fischt“, btb 2012; „Imke Müller-Hellmann:  „Verschwunden in Deutschland, Osburg 2014; Alexa Stein: „Am Ende der Schuld“, Schünemann 2015.  

 

 

Kontakt:

Angelika Sinn, Bremer Literaturkontor

Tel.: 0421-327943 

E-mail: info@literaturkontor-bremen.de 

Michael Wildenhain, Foto: Murat Marijan

Janko Marklein erhält das Autorenstipendium 2015 / 2016 des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede

Das Literaturkontor hat in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Aufenthaltsstipendium für Bremer Autorinnen und Autoren in den Künstlerhäusern Worpswede ausgeschrieben. 

 

Das Stipendium ermöglicht einer Schriftstellerin / einem Schriftsteller eine vierwöchige kostenlose Unterbringung in den Martin-Kausche-Ateliers. Im Anschluss an den Arbeitsaufenthalt wird für den Stipendiaten eine Lesung in Worpswede organisiert. 

 

Nach der Sichtung zahlreicher Bewerbungen hat sich die Jury, bestehend aus Dr. Jens-Ulrich Davids (Vorstand Bremer Literaturkontor) und Tim Voss (Projektleitung / Geschäftsführung Küns-tlerhäuser Worpswede), entschieden, das Stipendium an Janko Marklein zu vergeben. 

 

Begründung der Jury:  

Schon die zugrundeliegende Erzählidee gefiel uns: eine Auseinandersetzung mit Extremen, mit dem extrem ausladenden Intellekt des Protagonisten, der dicht am Pathologischen residiert, und dem extrem menschenfeindlichen Winter in den isländischen Bergen, der auch den Tod bedeuten kann. Die Handlung führt beide zusammen, das kann eine faszinierende Konstellation ergeben. Die Sprache der uns vorliegenden Textprobe ist sicher, zeitgenössisch und klar. Die Jury verspricht sich von diesem Roman ungewöhnliche Ausblicke auf die Bedingungen und Gefährdungen menschlichen Lebens.      

 

Der Autor: 

Janko Marklein wurde 1988 in Bremen geboren. Er studierte Literarisches Schreiben am Deut-schen Literaturinstitut Leipzig und Philosophie an der Universität Leipzig sowie der Freien Universität Berlin. Janko Marklein erhielt den ersten Preis beim open mike 2010 und das Bremer Autorenstipendium 2012 für Auszüge aus seinem in diesem Jahr im Aufbau Verlag erschienenen Roman „Florian Berg ist sterblich“. 

Janko Marklein

Autorenstipendium des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede 2014/15

Das Literaturkontor hat in diesem Jahr zum ersten Mal für Bremer Autorinnen und Autoren ein Aufenthaltsstipendium in den Künstlerhäusern Worpswede ausgeschrieben. Nach der Sichtung zahlreicher Bewerbungen hat die Jury sich entschieden, das Stipendium an die Schriftstellerin Betty Kolodzy zu vergeben. 

 

Hier die Begründung:

Wir haben uns dafür entschieden, dieses Stipendium an Betty Kolodzy zu vergeben, weil Ihr Schreibprojekt uns nach Abwägung einer Vielzahl sprachlich wie inhaltlich interessanter Entwürfe, schlussendlich am meisten eingeleuchtet hat. Kolodzy hat einen klaren Entwurf für einen Roman vorgelegt, der durch Originalität und Verschmitztheit besticht. Der Manuskriptauszug, der uns vorliegt, bestätigt diesen Eindruck. Die Sprache fließt leicht und gefällig, treffsicher und komisch zugleich, während sich unter der leichten Oberfläche ein klarer Untergrund abzeichnet. Wir waren übereinstimmend der Meinung, dass wir diesen Roman gern weiterlesen würden.  

 

Das Stipendium in den Künstlerhäusern Worpswede beinhaltet eine vierwöchige kostenlose Unterbringung in den Martin-Kausche-Ateliers, in schöner und ruhiger Lage, gegenüber der Worpsweder Mühle.

Im Anschluss an den Arbeitsaufenthalt wird für die Autorin zudem eine Lesung in Worpswede organisiert.